Montag, 11. April 2016

verrückte Kuchenzeiten

Wenn ich jetzt wieder längere Zeit auf Sumba bin, wird mir klar warum vorher so wenig Posts waren.
Es passiert hald nicht so viel abwechslungsreiches. Und die kleinen verrückten Zeiten bleiben meist unfotografiert.

Wir haben gerade Kuchenzeit, ziemlich verlockend und meistens auch richtig lecker.
Ich weiß nicht ob ich schon vom normalen Asput Geburtstag erzählt habe - wenn nein, hier ein kurzer Überblick.

Abends nach dem Ende der Lernzeit und dem Abendgebet wird dann feierlich ein Kuchen in den Lernraum getragen und das Geburtstagskind besungen.
Jedem Mädchen wird dann, mit einer kleinen Gabel, ein kleines Stück Kuchen gefüttert.
Mein Geheimplan war es, zu meinem Geburtstag - 20 - es richtig Krachen zu lassen und so viel Kuchen zu besorgen das jedes Kind ein vernünftiges Tortenstück, nach Europa Style, bekommt.
Dem kam Nindy diese Woche schon ganz nahe. Da bekamen wir nämlich alle zusätzlich zu dem einzigen Kuchenstück auch noch ein kleines Küchlein. Mega lecker.

Außerdem haben Anna und ich letztens richtig aus der Reihe getanzt und abends um 20:00 noch mit dem Fahrrad los.

Und es war das Beste was wir in dem Moment tun konnten.
Meine skills mit Beifahrer zu fahren halten sich zwar noch in Grenzen, aber Übung macht den Meister, wie man an Anna sieht. Außerdem hat die fehlende Bremse, das ganze gleich noch ein bisschen unterhaltsamer gemacht.
Wenn einem das Motorrad fahren verboten ist, muss man hald andere Verkehrsmittel finden.

Ich bin heilfroh in Wien aufgewachsen zu sein, wo es kein Problem ist abends als Mädchen einfach mal raus zu gehen.

Süße Grüße aus Waingapu

Samstag, 2. April 2016

Story telling

Good evening everybody.
Can you here me?
Good because I want to tell you all a story about....
How Anna and I ended up as jurors for a story telling contest at a local SMP.

Die Wiedervereinigung von Anna und mir hat super geklappt, den ersten Tag haben wir mal ohne Punkt und Komma durch geredet bis zum Schlafen gehen.
Die Woche zurück auf Sumba hat also gut angefangen. Ich wurde noch die ganze Woche von der Morgenmesse erlöst und konnte entspannt starten.

Als es am Mittwoch in die SD ging, war ich mir gar nicht mehr sicher ob ich den Weg noch kenne.
Am Nachmittag wurden wir von Taxi gefragt, ob wir nicht einem Lehrer von Freds SD helfen können.
Dieser bräuchte nämlich noch Juroren für den bevorstehenden Contest. Es wäre ihm nämlich lieber, wenn das Außenstehende machen würden als die Lehrer, die dann eher subjektiv bewerten.

In Indonesien gibt es landesweite Wettbewerbe mit unterschiedlichsten Themensgebieten. Von Mathe und Physik über Musik und Tanz bis Englisch und Fußball ist alles dabei.
Und jetzt war eben der Beginn von einem englischen Geschichten erzählen Wettbewerb. Hierfür wird von immer 6 Schulen der Beste ermittelt, die besten treten dann erneut gegeneinander an und der Gewinner hiervon kommt dann nach Kupang, die Provinzhauptstadt. Und so weiter und so fort. Und wir hatten nun die Ehre beim Ersten Schritt, dem Ersten Kräfte messen, dabei zu sein.

Am Freitag ging es deshalb nicht zur Schule sondern Richtung Pada Dita zu einer Schule wo ich noch nie war.
Dorthin haben sich auch bule wohl noch nicht zu oft verirrt. Bei unserer Ankunft konnte man es aus allen Richtungen hören.

Ein bisschen überfordert ging es erst mal ins Lehrerzimmer, wo sogleich das Fotografieren began. In dem Raum haben sich auch Tänzerinnen zu Recht gemacht und ihre Gesichter zu gekleistert.

All zu bald ging es dann in ein geräumiges Klassenzimmer und der Wettbewerb begann.
Wir hatten für jeden Kandidaten ein Blatt begonnen und mussten sowohl Körpersprache, Kreativität in der Umsetzung, Moral der Geschichte als auch die englische Qualität bewerten. Alle waren zwischen 13 und 15 Jahren alt.

Das erste Mädchen hatte eine wahnsinnig gute Aussprache, von der können sich die Mädchen aus den Abschlussklassen noch etwas anschauen. Alle waren top motiviert und baten eine tolle Vorstellung mit diversen Requisiten. Beim letzten war es sogar schon ein Funken zu viel. Der kam mit Figuren und Musik auf die Bühne. Nur einen hat wohl das Lampenfieber erwischt.

Am liebsten hätte ich sie gar nicht bewertet. Ich war einfach schon so froh, dass sie sich das überhaupt getraut haben.
Außerdem ging Annas und meine Wertung weit auseinander haha.

Das ganze war meiner Meinung nach viel zu schnell vorbei, aber jedenfalls eine coole Erfahrung.
Am Ende bekamen wir sogar eine Wasserflasche. Besonderes Gut für mich gerade, hier gibt es nämlich zur Zeit nur Gemüsewasser.

Oh Wiener Hochquellwasser wie ich dich vermisse <3

Ach ja... ich hätte fast einen kleinen Kater adoptiert. Als ich bei einer Messe war ist mir der vor die Füße gelaufen. So knuffelig. Alle meinten, dass ich ihn mitnehmen sollte, aber am Motorrad einen Kater zu transportieren kam mir nicht so klug vor. Ciao Kater!

Jetzt ist schon Samstag Abend und der letzte Schultag der dritten Klassen vorbei. Nächste Woche sind ihre Anschlusstests und dann wird es bald etwas ruhiger werden im asrama.

Kaum zu glauben, dass bald die ersten Abschieds bevor stehen.

Für alle die uns schon vermissen.

In genau 4 Monaten sehen wir uns, möglicherweise am Flughafen, wieder.