Donnerstag, 29. Oktober 2015

kommt lasst uns eine Kapelle putzen


willkommen im Himmel
Heute, nach einem ca 10 minütigen Nachmittagsschlaf, öffnete ich top motiviert meine Zimmertüre um dort Any, Ria, Erda und Cici anzutreffen. Nach ein bisschen rumreden erfuhr ich, dass heute >Panda< geputzt wird. Was auch immer das ist. Irgendwas auf einem Berg.

Da will ich mit.
Berbie - wie Anna inzwischen liebevoll genannt wird - wird auch noch mitgenommen.
Es geht natürlich sofort los.
Also warten wir
natürliche Warteposition


das pamobil in Aktion- bei der Rückfahrt sogar mit blauem Licht



einfach mal eine halbe Stunde, bis dann ein kleines Büsschen kommt. Die Musik hört man schon bevor man das >pamobil< sieht. Flott stopfen wir uns hinten hinein, um festzustellen, dass wir zu groß sind um aufrecht zu sitzen.

Auf der Spitze eines Hügels kamen wir an, wo uns eine Kapelle und eine Handvoll beschäftigt putzender Leuten begrüßte.
Laub fegen und natürlich verbrennen
Es ist gerade noch ein Rosenkranzmonat- jeden Tag wird gebetet und morgen ist der Abschluss. In dieser Kapelle, mit vielen vielen Leuten. Deswegen wurde alles geputzt, das Laub weggekehrt, der Boden geschrubbt und natürlich die Marienstatue.
Ich war hauptsächlich mit Fotografieren beschäftigt und.... auf einen Wasserturm zu klettern.
Jetzt dürfen die Bilder sprechen.
Bin schon gespannt wie der Abschluss eines Rosenkranzmonats aussieht, das werden wir dann wohl morgen erfahren.




Liebe Grüße aus Panda

Samstag, 17. Oktober 2015

wenn Könige zu Grabe getragen werden


Diesmal werden die Bilder im Post überwiegen, denn Pater Agus hat uns Dienstags darüber informiert, dass es am Donnerstag zu einem Begräbnis geht. Da die Reise an die vier Stunden dauern wird, werden wir dort eine Nacht im Schwesternkloster schlafen und dann Freitag in aller Frische zum Begräbnis des im Februar 2013 verstorbenen Königs der Region gehen.
Nach etwas warten auf die Abfahrt und dem Abschied von Benedict und dessen Schwester, ging die Fahrt um halb vier endlich los. Als sich das Auto Richtung Flughafen in Bewegung setzte kam in mir der Verdacht auf, dass die Fahrt nur deshalb so lange dauern würde, weil die Straße vielleicht nicht im besten Zustand war.
Zunächst deckten wir uns bei einem kleinen Kiosk noch mit pisang goreng - frittierten Bananen, Wasser und anderen Leckereien ein, bevor es mit zwei Autos weiter ging. Im Gepäck hatten Anna und ich übrigens auch Sarongs, welche wir uns für diesen Anlass ausleihen durften.

Die tolle Straße ließ nicht lange auf sich warten, nach nur 20 Minuten waren wir plötzlich in den Bergen und die Straße war eigentlich nur eine bessere Schotterpiste. 


Asphalt unterbrochen von Schotter gefolgt von Asphalt. Eine wunderschöne Achterbahnfahrt begann. 
Benedict bekommt in Bali eine Massage im Hotel? Pff, wir bekommen hier eine Ganzkörpermassage auf der Rückbank. 
Aber immerhin war die Aussicht fantastisch. So toll wie es ausgesehen hat, kommt es leider auf keinem der Bilder rüber. Um uns herum endlose Weiten und unser Weg schlängelt sich vor uns um den Hügel. Auf der Fahrt hatten wir auch Gelegenheit uns herzerwärmende Geschichten zu erzählen und zum Sonnenuntergang gab es eine kurze Pause - Geht es noch romantischer?

Als es schließlich dunkel wurde erkannten wir, dass es ohne Sonne doch gleich sehr kalt wurde. Da wir im Kofferraum einen Benzinkanister hatten sind wir weiterhin mit offenen Fenstern durch die Nacht gedüst. 

Als wir Mitten im Nichts anhielten begrüßte uns erstmal die Dunkelheit und - eine unglaubliche Vielzahl an Sternen wie ich sie noch nie gesehen habe. Sogar die Nebel der Milchstraße konnte man erkennen. Leider kenne ich mich mit Sternbildern nicht gut aus, aber man hatte das Gefühl, dass der Himmel von lauter Lichtern strahlt. 


unser Haus
Badezimmer
Der nächste Halt war zum Glück, nach langer Tortur dann doch unser Ziel. Das Pastorat in Gongi- nach 5 1/2 Stunden Reise. So kalt wie hier, war mir in den 6 Wochen die ich bereits im Land bin noch nie. Zunächst hieß es erstmals all die Leute zu begrüßen die hier Zuhause sind oder ebenso wie wir auf Besuch für das Begräbnis sind. 
Frisch aufgewacht, war ich erstmal nicht ganz so gesprächig und habe mir dann bald von der Schwester meinen Schlafplatz zeigen lassen.
Durch ein süßes Haus aus Stroh hindurch sah ich dann die Kammer. Ich hatte schon damit gerechnet am Boden zu schlafen und war dann doch positiv überrascht als mich dort ein Bett anlächelte. Sogar zwei dünne Decken für Anna und mich fand ich vor. Der Raum war zweigeteilt durch Kästen und hatte außerdem ein Fenster in einen anderen Raum. Die Wände aus Bambus sorgten dann für das ultimative Gefühl von Privatsphäre.
Gemeinsam mit Anna ging ich schlafen und ließen Fred zurück welcher noch blieb um die harten Sachen mit den Patres zu trinken. Frauen trinken in der Öffentlichkeit ohnehin eher selten Bier - das ist schlecht für die Fruchtbarkeit.

In Jeans und Pullover eingemummelt ging es unter die 'Decken' und ins Träumeland.
Als die Schwester um 2:00 schlafen ging haben wir das mitbekommen und ebenso als später die Kinder anfingen zu weinen.
Mit kalten Füßen schläft es sich leider nicht so gut und so dauerte es dann wieder einzuschlafen. Gut dass ich Anna hatte.
ein freundlich gestaltetes Wohnzimmer
Am nächsten Morgen haben Anna und ich topmotiviert an der Morgenmesse teilgenommen. Nicht nur Fred sondern auch die anderen Patres, die mit uns hingefahren sind, verpassten diese. Das könnte aber auch an den Hähnen liegen die gefühlt direkt am Bett vorbei gelaufen sind oder den Schweinen die Hunger hatten.

Als erstes hieß es nach der Messe mal aufwärmen in der Sonne. So toll fand ich die Sonne hier noch nie. Wenn langsam alle Gliedmaßen wieder auftauen - ein Traum!

Nach einem leckeren Frühstück ging es duschen mit schönem Eiswasser und im Anschluss fing das verkleiden an.
Wie eine kleine Prinzessin habe ich mich gefühlt: einen feinen Rock, Bluse und dann sogar noch eine traditionelle Indonesische Kette.
Die anderen fanden das auch ziemlich toll sodass ein Fotoshooting begann. Nach und nach kleideten sich auch die Patres in ihre Sarongs - die unterscheiden sich deutlich von den Frauen Sarongs - und dann ging es los zum Begräbnis.

Über lustige Straßen ging es zu einem großen Haus, davor war eine riesige Fläche für Gäste, die aber noch leer war. Und in dem Haus drinnen, erwarteten uns drei Särge, die mit Sarongs bedeckt waren und rundherum das Gefolge des Königs saß. Beziehungsweise noch andere Ehefrauen. Der König hatte übrigens 8 Frauen aber keinen Nachfolger - wie kann denn sowas sein? Wir blieben nur kurz, übergaben einen Sarong, sprachen ein Gebet und drückten unsere Gefühle den Anwesenden aus.
Man stellt sich hier also einen vollen Raum vor, wo am Rand Leute schlafen oder Betelnuss vor sich hinkauen. Mit Betelnuss kann ich mich noch nicht so recht anfreunden.


Mit Betelnuss kann ich mich nicht so recht anfreunden.
Die Erwachsenen hier kauen das zusammen mit weißem Pulver, Kalk oder so etwas, und das färbt dann den Speichel rot, so wie den Rest des Munds. Deswegen haben hier alte Leute auch oft schwarze Zähne.

Danach ging es zurück zum Pastorat und Anna und ich legten uns für eine halbe Stunde hin. So kalt es in der Nacht war, so heiß war es am Tag. Da lobe ich mir das Klima zuhause. Da passen Tag und Nacht wenigstens zusammen.
Außerdem haben wir ein Indonesisches Kinderspiel kennen gelernt. Man hat einen PingPong Ball und vier Muscheln. Die Muscheln muss man in einem Rhythmus, den ich noch nicht verstanden habe, um drehen bzw aufnehmen und das ganze während der Ball einmal den Boden berührt.
So viel Koordinationstalent besitze ich leider dann doch nicht.
Mit den Kindern, ich weiß nicht, wieso die nicht in der Schule waren, haben wir dann nachher auch noch gesungen. Pater Dandy hat Gitarre gespielt und die Kinder motiviert, das war toll. Zu Beginn haben sich die Kinder nicht so recht getraut, aber gegen Ende hatten sie richtig Spaß.
Dann hieß es noch einmal verkleiden und es ging ein zweites Mal zum Begräbnis, nach einem besonderen Mittagessen. Es gab nämlich Reis.
Dieses Mal war der gesamte Platz voll mit Menschen, wir suchten einen Schattenplatz und gesellten uns dazu.
Über Lautsprecher hörte man die Leute im Haus drinnen beten und nach einer Dreiviertel Stunde kam dann Bewegung in die Masse.
Die Särge wurden auf die Terrasse getragen. Die Leute wollten dies unbedingt fotografieren und dementsprechend lange dauerte diese Prozedur. Irgendwann gingen dann die Reden los. Wo über die guten Taten und die Erinnerungen an den König gesprochen wurde. Rundherum um uns saßen die Leute am Boden und nach etwas bedenken, da unsere Sarongs Leihgaben waren, setzten wir uns auch auf unsere Schuhe. Ich war schlicht zu müde um überhaupt zu versuchen den Reden zu folgen und so habe ich versucht wach zu bleiben.
Die Leute rundherum zu betrachten war cool. Diverse Sarongs, von Glitzersteinen und Paletten bis zu traditionellen Stickereien. Das wichtigste bei den Frauen war die orange blaue Kette, wie Anna und ich sie auch ausgeliehen haben. Das ist so wie ein Dirndl in Österreich, die orange Kette ist typisch für Sumba. Nur damit ist man ein echter orang sumba.
Unsere Patres verstreuten sich und am Ende war nur noch Pater Agus bei uns.
darf ich vorstellen - der verstorbene König
Dann der Höhepunkt.... Die Särge werden in Autos transportiert um zur Grabstelle zu fahren. Das wurde mit Begleitung von Gong Schlägen vollzoigen. Als erstes natürlich der König und in die nachfolgenden Autos die Ehefrauen. Die Leute wurden nicht mehr fertig mit dem fotografieren. Das alles erfolgte übrigens unter Aufsicht der Polizei, die wie Fred bemerkte hier mit Revolvern ausgestattet sind, die die Auto Prozession mit Blaulicht und Sirene anführte.
Langsam folgten die anderen Autos und wir blieben zurück.
 
Nun heißt es für uns warten, dass das andere Auto kommt.
Das ganze zog sich über zwei Stunden hin und wir konnten am Parkplatz wieder mal einen atemberaubenden Sonnenuntergang betrachten. Irgendwann haben wir dann erfahren, dass wir hier in einem Funkloch sind und gar nicht wissen wo das andere Auto ist. Vielleicht weiß das andere Auto gar nicht das wir warten.
Da ich leider aufs WC musste, war ich etwas unentspannt und wollte einfach nur zurück nach Waingapu.
Irgendwann habe ich dann auf dem Gelände tatsächlich auch eine kamar mandi gefunden. Definitiv ein Highlight des Tages. Vor allem gab es sogar Wasser im Nebenraum zum spülen und Eimer zum transportieren.

Danach habe ich dann erfahren, dass wir nicht nur warten, weil Pater Agus den Weg nicht kennt, sondern weil wir einen Pater zuviel haben. Der sollte im anderen Auto mitfahren. 5 Menschen in einem Auto das für 4 ist geht ja noch. Das machen wir fast immer, aber 6 sind dann doch irgendwie zuviel.

Ooooder?
Da ich einfach nur noch losfahren wollte schlug ich vor, dass ich ja im Kofferraum mitfahren kann. Gesagt getan. Mit einem Sack Bras gings los. Für ganze fünf Minuten.... wir hatten die anderen gefunden.
Ich hätte das einfach schon viel früher vorschlagen sollen.

Der Rückweg kam mir kürzer vor als der Hinweg, vielleicht weil ich mehr geschlafen habe. Aber im Allgemeinen kommen mir hier Autofahrten nicht so lange vor wie zuhause. Um 1°° kamen wir an und als erstes gings mal ans Essen. 10 Minuten später kam auch der zweite Wagen mit unseren Rucksäcken an und ich konnte mir mehr anziehen als nur die Boxershorts, die ich unter dem Sarong getragen hatte.

Nachdem Om Piu das halbe Asrama aufgeweckt hat, damit sie uns die Tür aufsperren ging es auch ins Bett. Nachdem ich laaange geduscht habe und endlich wieder saubere Füße mein Eigen nennen konnte, ging es dann mit zwei Decken ins Träumeland.

Wie leicht man glücklich sein kann.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

sudah pindah - Willkommen im Asput


Ein Wochenende geprägt durch tanzen... und essen.
Samstag Abend war der letzte Abend von Anna und mir im Asrama Pada Dita und der begann mit einem kranken Benedict, dem Plan mit dem Staff Bier zu trinken und lauter Musik. Die Burschen waren ebenfalls in Feierlaune und so wurde kurzerhand eine Disco im Asrama eröffnet. Ein Haufen gut gelaunter Menschen, die auf einer staubigen Straße tanzen.
Das Tanzen ist genauso wie die Musik, einfach anders als Zuhause, aber mega lustig. So lange du dabei lachst, ist es ziemlich egal wie du dich bewegst. Nichts desto trotz haben uns die Kinder ein paar Moves gezeigt. Obwohl das alles unter dem Sternenhimmel statt gefunden hat, war es sau heiß und ich wurde ziemlich schnell müde. Irgendwann musste sogar die Straße gegossen werden, weil es zu sehr staubte. Unsere Füße hatten im Anschluss eine traumhafte Farbe.
Von Jo wurden wir dann von der Tanzfläche weitergeführt zur Geburtstagsparty von Hiero, der seinen 16ten Geburtstag im kleinen Kreis nachfeierte. Es gab einen Sitzkreis mit ca 10 Jungs und 3 Gitarren. Die meisten Kinder hier lieben Musik und einige sind wirklich gute Gitarrenspieler. Nach dem auf drei Sprachen gesungen wurde, gab es Milch und Kekse und ein großes Fotoshooting. 

Am Ende konnte ich kaum noch lächeln und ich denke Anna und Fred ging es ähnlich.
Mit vielen Handschlägen ging es dann zurück zum Haupthaus wo wir das Bier gelagert hatten.
Leider waren wir später dran als gedacht, so dass der Staff warten musste. Irgendwann um zwei Uhr herum ging es dann für uns ins Bett, nachdem wir mit zwei Kindern noch angeregt geplaudert haben.
Der Sonntag begann, mit zu wenig Schlaf, um 7°° mit der Morgenmesse. Wie es nicht anders sein konnte, gab es strahlend blauen Himmel am letzten Tag. Der wurde gemütlich verbracht mit Volleyball spielen, Film schauen mit den Kindern und Gitarren Unterricht. Benedict fuhr zu Mittag ins Krankenhaus und hält damit unsere Strähne aufrecht - 5 Krankenhausbesuche, bis jetzt.
Für Anna und mich hieß es ein letztes Mal packen und so verlief der Sonntag ruhig. Jeder weiß natürlich wann man am liebsten umzieht. Richtig- am Abend, wenn man schon so müde ist, dass man einfach nur noch schlafen will und es so dunkel ist, wo die Mücken am liebsten zum Vorschein kommen.
Nach dem Abendessen wo wir eine kleine Dankesrede veranstalteten und uns von all den anwesenden Burschen verabschiedeten ging es los Richtung Asput (Asrama Puteri).
Dort hatten die Patres mit dem Abendessen auf uns gewartet und sogar extra zwei Hühner geschlachtet. Also hieß es ein zweites Mal Abendessen.
Gut dass Fred mit war, alleine hätten Anna und ich all das Essen niemals geschafft.
Im Hintergrund hörten wir dann wie Geburtstagslieder gesungen wurden. Der 17te  Geburtstag von einem Mädchen aus dem Asrama.
Guter Dinge und mit dem Ziel, möglichst bald auf unsere Zimmer zu können, gingen wir hin.
Das Ganze war ein Spektakel, das einer Hochzeit nahe kommt. Wir kamen gerade rechtzeitig zum Tortenfüttern, welches von einem uns bekannten Gesicht, aus Pada Dita, moderiert wurde.
Nachdem Tortenfüttern gab es - ENDLICH - Abendessen. Gut, denn sonst wäre ich ja verhungert. Anstandshalber mussten wir uns etwas zu essen nehmen und wir bemühten uns in unseren Bäuchen noch etwas Platz zu finden.
Bei viel zu lauter Musik - meiner Meinung nach - fingen dann ein paar Kids an zu tanzen. Gut, dass wir am Tag zuvor gelernt haben wie es geht. So wurde die Tanzsession von gestern fortgeführt.
Wobei die Mädchen uns klar machten, dass einige moves für Frauen nicht angebracht sind. Nach einiger Zeit begann dann auch eine Line Dance Session. Bin gespannt wie lange es dauert, bis ich das drauf habe.
Anna und ich waren ziemlich erschöpft und um elf schafften wir es dann uns von der Gesellschaft zu trennen und in unsere Zimmer zu gehen.
Koffer auspacken oder tot ins Bett fallen....
Weil ich nicht am nächsten Morgen vor einem vollen Koffer aufwachen wollte, fing ich mit dem Gröbsten an. Und fiel dann tot ins Bett.

mein neues Reich

Die Mädels sind super nett und das Tanzen hat echt Spaß gemacht und ich habe in meinem kleinen aber feinen Zimmer super gut geschlafen. Dennoch habe ich zu wenig ausgepackt gehabt und musste vor der Messe, die hier um 6:00 ist, noch einiges an Gewand auspacken.
Das Zimmer hat einen kleinen Tisch, einen Sessel, ein Bett und einen abschließbaren Kasten, also alles was man braucht. Und herrlicher weise.... ist es bunt. 

 und schon fühlt man sich wie zu Hause
Die Messe wird hier nicht in einer kleinen Kapelle sondern in der Kirche vom Bezirk gehalten. Etwa 70 Leute haben der Messe beigewohnt. Es ist ein komplett anderes Gefühl hier die Messe zu feiern.
In Pada Dita hast du jeden morgen tiefe Stimmen singen gehört und jetzt hauptsächlich feine hohe.

Im Anschluss gehts jetzt für mich in die Schule. Diese Woche wird durchgestartet.
Werde schauen, dass ich mir gleich einen Stundenplan besorge, damit ich ein bisschen planen kann.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Asrama Pada Dita- für alle die Wissen wollen wie es hier ungefähr aussieht

Seit wir auf Bali angekommen sind, wohnen wir alle zusammen im Asrama Pada Dita. Das wird sich jedoch am kommenden Sonntag ändern. Anna und ich ziehen um ins Asrama Putri.
Das Asrama Pada Dita liegt auf einem Hügel mit Blick aufs Meer und hat ein sehr großes Areal. Damit man sich das etwas besser vorstellen kann, gibt es auch hierzu eine Skizze.
Benedict hat ja bereits etwas zum Tagesablauf geschrieben, der wird sich vermutlich nächste Woche etwas ändern, da es dann für uns regelmäßig an die Schule geht.




Das Asrama hier ist wunderschön. Mit vielen Bäumen und Platz. Zur Zeit ist es natürlich etwas braun, was von der Trockenzeit kommt, deswegen bin ich schon gespannt, wie all das hier leuchten wird, zu Weihnachten.

Alle zwei Tage sind wir mit Blumen gießen beschäftigt. Das dauert seine Zeit und so begabt wie wir sind, sind wir nachher nicht nur die Blumen mit Wasser versorgt.



Es gibt auch viele Tiere hier. Am liebsten sind mir die Echsen, welche durch mein Zimmer flitzen, wie es ihnen gefällt. Quer über den Tisch oder durch meine Medikamente durch. Anna und ich haben außerdem eine Mitbenutzerin in unserem Bad. Ein süßer 8 Beiner. Jeder von uns hat übrigens eine Moskitozucht aufgemacht, das sind treue Seelen, die uns selten von der Seite weichen.


Außerdem gibt es einige Katzen und viele Hunde hier, letzte Woche gab es einen Wurf Welpen. Meist sieht man auch ein paar Zicklein herumspringen und vereinzelt abgemagerte Katzen. Von den Schweinen wurde, glaube ich, schon berichtet. Die stellen zusammen mit den freilaufenden Hühnern unsere Nahrungsquellen da. Für festliche Anlässe gibt es außerdem noch eine weiße Kuh, die den den Zoo komplett macht.

Auf dem Bild rechts sieht man den Schlafplatz der Kinder und ganz klein sieht man auch schon auf das Fußballfeld.