I am gonna miss you wherever I go
I am gonna come back
To meet the guys again
Remember we had fun together
Heute war es tatsächlich soweit. Unser Abschied von Sumba.
Inzwischen schreibe ich aus der letzten Reihe einer Boeing 737, mit einem regenbogenfarbenen Himmel (Sonnenuntergang) im Blick, auf dem Weg nach Denpasar.
Nach vier Stunden Verspätung sind wir endlich abgeflogen und haben Waingapu zurück gelassen.
Natürlich nicht ohne uns noch einmal wie richtig dumme 'Weiße' aufzuführen.
Das fing beim Foto auf der Treppe zum Flugzeug hinauf an und hörte bei einem kleinen blonden Engel auf, der 14 Reihen nach vorne durch das Flugzeug Taco rief.
Da musste ich von 3 Reihen weiter hinten natürlich mitreden.
Aber das ist ja kaum das Interessante.
Die letzte Woche uber hatten Anna und ich Gäste und die haben ein volles Programm gehabt, so viel war ich selbst noch nicht in einer Woche auf Sumba unterwegs.
Gestern Abend war dann der krönende Abschluss - ein Abendessen mit dem Mädchen des Asramas.
Eigentlich gab es ja bereits ein Abschlussfest in Pada Dita, aber das war einfach kein Anschluss von den Mädels. Das war nicht.... passend.
Gestern haben sie dann gekocht und es war deliziös und genau richtig. Keine Unmengen sondern genau einen Teller fur jeden. Im Anschluss gab es sogar noch Nachspeise wo wir dann einfach alle beieinander gesessen sind und geplaudert - oder wie verrückt fotografiert haben. So viele Fotos an einem Abend, schwer vorstellbar, dass es soetwas jemals wieder geben wird.
So viele Nasen die ich geküsst habe und so viele Umarmungen die ausgeteilt wurden. Es war einfach wie eine Familie.
Obwohl wir gesagt hatten, dass wir die Kosten übernehmen, haben sie es sich trotzdem nicht nehmen lassen, etwas fur uns zu kaufen. Und so bin ich jetzt mega stolz und super glückliche Besitzerin eines Sumba Timor Stoffes, der nicht nur bunt gewebt sondern traditionell gefärbt wurde.
Ich war schon fast ein bisschen traurig ohne so einen Stoff nachhause zu fahren und hatte noch am gleichen Tag überlegt, mir selbst einen zuzulegen. Gut, dass ich es nicht getan habe.
Nach feierlicher Armband Übergabe - für alle Kinder die uns das Jahr über begleitet haben - klang der Abend dann mit noch mehr Fotos und Plaudereien aus.
Und dann als ich schon glaubte es geschafft zu haben, kamen mir doch noch die Tränen.
Manche Mädchen sind mir doch wirklich ans Herz gewachsen und das Wissen, dass ich die nächsten Jahre nicht dabei sein kann... macht mir das Herz schwer.
Und am liebsten würde ich sie in meinen Koffer stecken und mit nachhause nehmen.
Heute früh hieß es dann noch ein Gruppenfoto machen. Wie es nicht anders zu erwarten war, sind nicht alle drauf, aber jetzt gibt es ein Foto von uns und das... wird zuhause ganz groß ausgedruckt.
Danach hieß es Zimmer räumen, Bettwäsche waschen und Boden fegen. Koffer hinaus und Zimmer zu. Die Heimreise beginnt.
Apropos Koffer... ich hasse packen. Aber Lukas sei Dank bin ich ohne Übergepäck in den ersten Flieger gestiegen (20kg / Person). Das sollte sich dann hoffentlich beim nächsten auch noch ausgehen (50kg für uns beide).
Wolkige Grüße mit einem herrlichen Blick auf den Sonnenuntergang.
Über den Wolken
muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.