Donnerstag, 17. November 2016

Kleiner Vortrag in Wien

Für alle kurzentschlossenen - und Leute die in Wien und Umgebung wohnen- gibt es heute Abend um 19:30 in der Marienpfarre, 1170 Wien einen Vortrag über das letzte Jahr!

Ich freue mich schon :)

Dienstag, 26. Juli 2016

Bye bye Sumba Hills

I am gonna miss you wherever I go
I am gonna come back
To meet the guys again
Remember we had fun together

Heute war es tatsächlich soweit. Unser Abschied von Sumba.
Inzwischen schreibe ich aus der letzten Reihe einer Boeing 737, mit einem regenbogenfarbenen Himmel (Sonnenuntergang) im Blick,  auf dem Weg nach Denpasar.
Nach vier Stunden Verspätung sind wir endlich abgeflogen und haben Waingapu zurück gelassen.
Natürlich nicht ohne uns noch einmal wie richtig dumme 'Weiße' aufzuführen.
Das fing beim Foto auf der Treppe zum Flugzeug hinauf an und hörte bei einem kleinen blonden Engel auf, der 14 Reihen nach vorne durch das Flugzeug Taco rief.
Da musste ich von 3 Reihen weiter hinten natürlich mitreden.
Aber das ist ja kaum das Interessante.
Die letzte Woche uber hatten Anna und ich Gäste und die haben ein volles Programm gehabt, so viel war ich selbst noch nicht in einer Woche auf Sumba unterwegs.
Gestern Abend war dann der krönende Abschluss - ein Abendessen mit dem Mädchen des Asramas.
Eigentlich gab es ja bereits ein Abschlussfest in Pada Dita, aber das war einfach kein Anschluss von den Mädels. Das war nicht.... passend.
Gestern haben sie dann gekocht und es war deliziös und genau richtig. Keine Unmengen sondern genau einen Teller fur jeden. Im Anschluss gab es sogar noch Nachspeise wo wir dann einfach alle beieinander gesessen sind und geplaudert - oder wie verrückt fotografiert haben. So viele Fotos an einem Abend, schwer vorstellbar, dass es soetwas jemals wieder geben wird. 
So viele Nasen die ich geküsst habe und so viele Umarmungen die ausgeteilt wurden. Es war einfach wie eine Familie.
Obwohl wir gesagt hatten, dass wir die Kosten übernehmen, haben sie es sich trotzdem nicht nehmen lassen, etwas fur uns zu kaufen. Und so bin ich jetzt mega stolz und super glückliche Besitzerin eines Sumba Timor Stoffes, der nicht nur bunt gewebt sondern traditionell gefärbt wurde.
Ich war schon fast ein bisschen traurig ohne so einen Stoff nachhause zu fahren und hatte noch am gleichen Tag überlegt, mir selbst einen zuzulegen. Gut, dass ich es nicht getan habe.
Nach feierlicher Armband Übergabe - für alle Kinder die uns das Jahr über begleitet haben - klang der Abend dann mit noch mehr Fotos und Plaudereien aus.
Und dann als ich schon glaubte es geschafft zu haben, kamen mir doch noch die Tränen.
Manche Mädchen sind mir doch wirklich ans Herz gewachsen und das Wissen, dass ich die nächsten Jahre nicht dabei sein kann... macht mir das Herz schwer.
Und am liebsten würde ich sie in meinen Koffer stecken und mit nachhause nehmen.
Heute früh hieß es dann noch ein Gruppenfoto machen. Wie es nicht anders zu erwarten war, sind nicht alle drauf, aber jetzt gibt es ein Foto von uns und das... wird zuhause ganz groß ausgedruckt.
Danach hieß es Zimmer räumen, Bettwäsche waschen und Boden fegen. Koffer hinaus und Zimmer zu. Die Heimreise beginnt.
Apropos Koffer... ich hasse packen. Aber Lukas sei Dank bin ich ohne Übergepäck in den ersten Flieger gestiegen (20kg / Person). Das sollte sich dann hoffentlich beim nächsten auch noch ausgehen (50kg für uns beide).
Wolkige Grüße mit einem herrlichen Blick auf den Sonnenuntergang.
Über den Wolken
muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.

Freitag, 15. Juli 2016

Borobudur - lasset die Fotospiele beginnen






Da wir bereits einen der größten Hinduistischen Tempel besucht hatten, wollten wir uns natürlich auch den weltgrößten Buddhistischen Tempel nicht entgehen lassen und als uns Pater Roby, der Rektor vom Wisma eingeladen hat, waren wir natürlich voller Begeisterung dabei.

Zusammen mit zwei Fratres - die Anna liebevoll No1 und No2 rief - ging es los. Da wir alle vor Motivation so strotzten sangen wir die anderthalb Stunden Fahrt alle Lieder aus dem Gesangsbuch Madha Bakti, die wir auswendig konnten. Wenn Anna und ich mal nicht mehr den Text wussten, hatten wir ja zwei Priesteranwärter dabei, die sicher helfen konnten.

Das Borobudur deutlich größer ist, merkt man schon am Parkplatz, der vor lauter wandelnder Verkäufer zu einem kleinen Irrgarten wird.
Da ich gerade keinen Zugang zu meiner schreiberischen Ader entdecken kann, lasse ich jetzt einfach Bilder auf euch wirken. Kurze Anekdote: Der Tempel ist wie ein Mandala aufgebaut und ist in Wahrheit kein Tempel, sondern eher ein Monument, da man nie in das Bauwerk geht. Es gibt vier Ein bzw Ausgänge die hinauf auf die Spitze führen. Wir haben aber nicht den direkten Weg gewählt, sondern sind jeden Mandala Ring abgegangen. Das hatte etwas mediatives und vor allem wesentlich ruhigeres, da der Hauptteil der Besucher, direkt zum Haupt Plateau auf die Spitze stiefelt.

Für uns sehen die Ringe, die einzelnen Ebenen ziemlich ähnlich aus, aber in Wahrheit ist es ein riesiges Bilderbuch, dass vom Leben Buddhas erzählt. Das ganze Wunderwerk wurde ohne Zement gebaut, in dem man Stein auf Stein gelegt hat und diese angepasst hat.


Heute erstrahlt es leider nicht mehr im ganzen Glanz, da es im Krieg beschädigt wurde und einige Steine weg gebombt wurden. Anstelle davon wurden dann glatte Schwarzgraue Steine eingesetzt, die jedoch nicht das ursprüngliche Relief wieder geben. Auch die Reliefs wurden nicht alle getreu wieder aufgebaut, so kann es schon mal sein, dass ein Kopf auf einem anderen Kopf sitzt.



Das oberste Plateau hat dann Stupen, unter jeder dieser Stuppen sitzt ein Buddha. Bei vielen ist durch die Natur - Schwerkraft und Naturgewalten - der Kopf bereits abgebrochen. So auch bei der Hauptfigur, die daraufhin mit einer Stuppe besetzt wurde.






Im Anschluss unsere Reisegruppe; das ganze bei der Mittagshitze lässt einen natürlich immer den Schatten suchen.








Prambanan 2 mit ein paar Fotos dazu

die Verrückten vom Dienst

unsere Reisetruppe - alles ehemalige Asrama Puteri Kinder 
Die Hinduistische Tempelanlage, kann sich schon sehen lassen. Verrückt was die Leute früher alles gebaut haben.


So groß, dass man nicht einmal die Spitze mehr sehen kann. Anna und ich vor unserem bescheidenen Tempelchen.

Dienstag, 5. Juli 2016

Irgendwo in der Nähe von Surakarta

Nach Yogya konnten wir die Prozentzahl wieder senken. Inzwischen sind wir bei 22 %.
Also beginnt ein angenehmer Abend mit Kuschel decken und mit Stille. Weil die CD die vorher in Dauerschleife gelaufen ist, endlich Pause hat.

Während Anna und ich in typischem Mädchen Quatsch über Liebe, Gefühle und Typen aufgehen ist es dunkel geworden und bis jetzt sind wir staufrei unterwegs.

Vorher als wir durch Yogya durchgefahren sind, wäre ich am liebsten ausgestiegen, aber jetzt mit all den Lichtern, bin ich wieder guter Dinge.

Als nächstes präsentieren wir.....
Ein Sleepover bei Avy

Vielleicht erinnert ihr euch noch an den Indonesischen Artikel, den ihr sicher allesamt verstanden habt. Anna und ich haben in Jakarta neue Freunde gefunden von der Katholischen Jugend dort. Avy und Agatha. Die haben uns ja auch noch bis zum Bahnhof gebracht.

Avy ist dann auch nach Yogya gekommen und wollte uns noch einmal treffen, also wurde mehr chaotisch als geplant und eigentlich auch etwas gegen meinen Willen ein Sleepover veranstaltet, an unserem letzten Abend im Wisma.
Nachdem ich um Erlaubnis gebeten habe, hatte ich mal wieder Zeit Tagebuch zu schreiben.
Weil man im Wisma selten alleine ist, bekam ich schnell Gesellschaft und, noch besser, Schokolade. Delizios.

Irgendwann ungefähr zwei Stunden nach der vereinbarten Zeit tauchte Avy dann auf. Mit Sack und Pack und zwei Cousins ging es dann los, eine halbe Stunde vorm Abendessen. Anna und ich werden verhungern.

Durch die Straßen Yogyas ging es dann im Vergleich zu Jakarta zügig voran und so kurvten wir dahin. Bis wir bei einem Freund anhielten. Der uns natürlich prompt auf Englisch angeblabbelt hat und wo ich dann dreist behauptete nur ein bisschen Indonesisch zu können.

Oh was haben wir gelacht vor allem wegen den Indonesischen Zwischen Kommentaren des Freundes.
Irgendwann setzten wir unsere Reise fort und kamen immer näher an unser Ziel. Nächster Halt Kirche. Als mir Avy gesagt hat, dass wkr nachher in die Kirche gehen um zu beten, habe ich definitiv nicht erwartet eine grüne Kirche ohne Mauern vorzufinden und direkt daneben einen Hindu Tempel der zur Marienanbetung verwendet wird zu sehen.

Aber dann war das eben der Fall und ich war wirklich erstaunt. Der Tempel war mit Kerzen hell erleuchtet und direkt daneben gab es heiliges Trinkwasser zur Fuswaschung oder ähnliches. Dieser Tempel ist ein Wallfahrtsort in Indonesien und - so habe ich mir sagen lassen-  fur alle Religionen interessant.
Im Anschluss musste natürlich noch ein Rosenkranz erworben werden und weiter gings.
Endstation... Avys Großfamilie.
Als Avy die ganze Woche gedrängt hat, dass wir bei ihr schlafen, konnte ich es nicht ganz verstehen, aber an dem Abend wurde es mir wieder klar. Es ist einfach etwas Besonderes Bules im Haus zu haben. Und weil ich mal erwähnt habe, dass ich tempeh mag, gab es das en Masse.

Zusammen wurde gegessen, genascht und der Plan fur den nächsten Tag gemacht. Natürlich auch Fotos gemacht. Und dann kurz nach zehn ging es Richtung Bett. Das Haus war übrigens ein richtig feines. Hier scheinen die Leute motivierter zu sein als auf Sumba beim Hausbau.

Der nächste Tag und der Wecker um 1:00 ist eine andere Geschichte....

Magelang ... 2 h später

Unsere Prozentzahl ist drastisch gestiegen. Wenn man davon ausgeht, dass die Sitzanzahl gleich geblieben ist, können wir jetzt von einer 75% Besetzung reden.
Nun gut....
Erste Geschichte
Jl Malioboro oder endlich wieder Radln
Frisch und munter sind Anna und ich nach 8 Stunden Zugfahrt in Yogyakarta/ Yogya/ Jogja/ Djogja angekommen und zahlen begeistert die Bules.
Bule!
Oha schau mal dort... da ist ein ganzer Schwarm!
Und da kommen schon zwei junge Männer auf den Platz, die so aussehen als ob sie Fratres sein könnten und zu lächeln anfingen als sie uns sahen.
Frater Linus und Frater Rizal waren so nett uns abzuholen und schon sind wir in einem Taxi und plaudern angeregt daruber, wo es in den nächsten Tagen überall hingehen sollen.
Es geht also zum Wisma Sang Penebus, dem Haus wo all die werdenden Fraters von den Redemptoristen wohnen während des Studiums. Sagenumwobener Ort und dann kommen wir schon an.
Es ist richtig groß und am Anfang war ich richtig überrascht wie viele einzelne Häuser hier verbunden sind. Aber zu klein darf es auch gar nicht sein, weil immer an die 40-50 Fratres hier studieren und wohnen.
Alle sind super lieb und stellen sich natürlich gleich vor, wo ich doch so gut mit Namen bin.
Nach einer Dusche wird weiter geplaudert und das Gelände erkundet. Es erinnert an Pada Dita, nur dass die ganzen weiten Grünflächen fehlen. Anstelle davon gibt es viele Bäume, die die Hitze ein bisschen neutralisieren.
Das allerbeste im Wisma wurde schnell entdeckt.... 50 Räder. Die meisten feine Mountainbikes und 5 onthels aus vergessenen Zeiten. Jogja war früher eine Fahrradstadt und die Fratres führen die Tradition jetzt weiter und fahren mit den Rädern zur Uni.


Mit dem netten jungen Pater wird dann gleich der Plan geschmiedet am nächsten Morgen eine Sonnenaufgangstour zu machen. Schlaf wird doch sowieso überbewertet.
Nach dem Abendessen, das wirklich wie in Pada Dita abläuft, nur das die männlichen Wesen schon etwas reifer sind geht es dann mit Frater Anton hinunter in die Stadt. Natürlich am Fahrrad.
Es geht zur viel gerühmten Jl Malioboro wo man ca alles bekommt.
Mehr als eine Stunde spazieren wir durch die Läden und an den Ständen entlang. Bewundern die bunten Stoffe, Hosen, Fächer und Taschen und machen Windowshopping. Am Ende mit Flip-Flops die zweifarbig sind, also ideal fur mich, und einer Batik Aladdin Hose reicher wollen wir den Heimweg antreten.
Diesmal wirklich treten, weil es bis hierher nur bergab ging vorher.
Und wir werden vom Regen begrüßt.... der scheint in Java ein ständiger Gast zu sein.
Na wir sind ja nicht aus Zucker, also mit Sack und Pack zurück hinauf strampeln um oben wunderschön nass anzukommen.
Die obligatorische Frage ob wir etwa im Regen unterwegs waren, lässt nicht lange auf sich warten - wir sind hier ja immer noch in Indonesien.
Nach einer Runde Billiard wo ich so richtig abgekackt habe und viel Plaudern fallen wir irgendwann tot ins Bett. 
Und Jogja gefällt mir jetzt schon.



Erlebnisse auf Java

Ich bin richtig voll. Voll gefüllt mit Eindrucken, Erlebnissen und Begegnungen.
Die mir alle so lieb waren, dass ich sie ungern wieder auspacke, weil Ich nicht weis wie ich davon erzählen kann, damit es dem gerecht wird.
Anna und ich sind jedenfalls jetzt im Bus von Temanggung am Weg nach Denpasar und damit am fast direkten Weg nach Waingapu.
Der Bus mit 28 Sitzplätzen, wobei zwei für die Busfahrer sind, ist doch ganz gut gefüllt mit einer Quote von 7% ( Busfahrer inklusive).
Wie gehe ich das jetzt am besten an...
Reiseroute  / besuchte Orte
Jakarta   -> Bogor & Puncak Pass
Bandung
Yogyakarta  -> Pranbanam & Borobudur
?? -> Borobudur & Merapi
Wonosobu -> Dieng & Temanggung
Eigentlich nicht so viel, aber ich hab das Gefühl, das ich ewig unterwegs war, auf der Reise einen Haufen gefühlte alte Freunde getroffen habe und einen noch größeren Haufen an neuen Freunden gefunden habe.
Von Jeepfahrten am Fuße des Vulkans, Schwefelkratern, Elefantenritt, Hinduistentempel, Ramadhan und muslimischen Neujahr, ewigen Profess Feier, Sonnenaufgang klettern bis zum verlorenen Herz war alles dabei.
Es liegen jetzt an die zwanzig Stunden Busfahrt vor mir, also könnt ihr euch auf die eine oder andere Geschichte freuen.