Sonntag, 22. November 2015

Kurztrip nach Weetabula


>>Ich fahre morgen nach Weetabula, wollt ihr mit?<<



Natürlich will ich mit. Ich liebe neue Plätze und da man in Indonesien auch recht kurzfristig um igin - Erlaubnis bitten darf  war es kein Problem, dass Anna und ich, an einem Dienstag morgen, statt in die Schule zu gehen im Auto nach West Sumba saßen.
Ein Tagestrip ans andere Ende der Insel und endlich einmal in Sumba Barat gewesen.
Pater Tony hatte im Vorhinein nur erzählt, dass dort ein Kloster von einem Frauenorden neu eröffnet werden würde und er noch am gleichen Abend zurück will.
Auf meine Frage ob die Straße so ist wie nach Gongi bekam ich die Information - noch viel ärger.

Anna in ihrer ganzen Schönheit
Also ging es los in Sporthosen und Tshirt mit einem Haufen Schokoriegel und Chips. Zu Beginn war die Straße tadellos, aber ich wollte sie nicht loben, aus Angst es dann zu verschreien. Ziemlich kurvig war die Strecke und auch einige Male bergauf und bergab. Tunnel gibt es hier nicht, man um oder überfährt einfach die Berge.


Nach guten anderthalb Stunden blieben wir stehen. Ein ruang makan war da mittem im Nichts. Etwas wackelig auf den Beinen gings hinein, man kann sich das wie eine Autobahnraststation vorstellen.. nur kleiner.. mit Strohwänden... und mit Reis und Nudeln. Zur Stärkung wurde erst einmal ein Kaffee gekippt, ich war nämlich ziemlich müde, wollte aber nicht schlafen, weil ich die Landschaft sehen wollte. Nach dem ich endlich mal nur Mie Goreng gegessen habe ging es weiter. Tatsächlich wurde die Straße schmäler und ich rechnete jeden Moment damit, dass Löcher in der Straße auftauchen.
Aber dem war nicht so. Nach einer kurzen Fahrt blieben wir in AnaKalah (keine Ahnung wie man das schreibt) stehen, wo eine Pastorant der Redemptoristen ist. Beim Aussteigen empfing uns eine vollkommen andere Luft als Zuhause - hier ist der Regen nämlich schon angekommen. Während wir dort waren, Kaffe tranken, kam auch der Regen und ich war so glücklich.
Bin gespannt ob das nach 3 -4 Monaten täglich Regen noch immer so ist.
Alles war grün, in den intensivsten Tönen, unbeschreiblich.

der Regen kommt
Da wir ja doch irgendwann auch in Weetabula ankommen sollten, ging es weiter. Um nach 2 Minuten den nächsten Halt zu machen, im Puspas. Das ist ein Schulungszentrum für Katholiken... glaube ich. Dort gab es erst Mal einen traumhaften Regenguss, wie aus Kübeln geschüttet und sehr leckeres Essen.
Plaudern, plaudern, neue Leute kennen lernen. Der Trip hat sich jetzt schon ausgezahlt.



Um kurz vor vier waren wir dann in Weetabula -die Straße war pipifein, klarer Fall von omong kosong (leeres reden)-  im Konvent der Redemptoristen. In WestSumba ist ein Ort schöner als der andere. Ich kann das gar nicht beschreiben. Es ist jedenfalls riesengroß, hat einen tollen Garten, viele kleine Wege und Hanglage. Dadurch gibt es dort Treppen und da Treppen, lange Gänge und viel Ruhe.




die Kapelle


Zu spät, aber noch immer mehr als pünktlich ging es dann zu der Eröffnungsfeier. Da wurde alles geboten, wohl auch da der Geburtstag des uskup  (Bischof) war. Tanz, Trommel und traditionelle Schreie begleitet von Gong. Das Kloster war echt schön, hell freundlich offen und die Kapelle ein Traum. Mit einem hölzernen Jesus - endlich kein weißer - und viel Platz für Licht.

Nichts desto trotz ist es eher etwas lang geraten und als es nach zwei Stunden noch nicht aus war, hatte man viel Zeit um zu träumen.
Dort wurde alles in die Länge gezogen auch die Reden nach der Messe. So kam es, dass das Buffet erst um 22:00 eröffnet wurde, wobei viiiele Menschen schon vorher angefangen  haben zu essen. Das ist dann wohl etwas misslungen.


Langsam hab ich dann auch gemerkt wie müde ich bin, aber wenigstens war für Unterhaltung durch die Patres gesorgt.
Die meisten hier haben schon unendlich viel erlebt, waren in Malaysien oder Singapur, Australien oder Philippinen und erzählen dann von ihrem Leben.

Außerdem sind Anna und ich jetzt stolze Besitzer eines Rosenkranzes.

Pater Tony war es dann irgendwie doch schon zu spät und so.... wurde aus dem Tagesausflug ein Zweitagesausflug. Ich hatte mir noch überlegt in der Früh ob ich Zahnbürste uä packen sollte.

Hier muss man immer mit allem Rechnen.


Syster beim Essen


Fazit: In Indonesien lohnt es sich immer auf Einladungen ja zu sagen.

Samstag, 14. November 2015

Krankenhäuser...

Jaja, elf Krankenhausbesuche in fünf Wochen sind schon nicht schlecht, oder? Dabei konnten wir aber einige Eindrücke sammeln.
Das erste mal ins Krankenhaus mussten wir direkt am zweiten Tag auf Bali - Anja hatte sich den Nagel von ihrem großen Zeh aufgebogen und er musste entfernt werden. Zusammen mit Ibu Justina sind wir also zunächst ins Krankenhaus gefahren, welches am nähesten war. Die ganze Geschichte findet übrigens zwischen etwa 0h30 und 3h morgens statt.
Der Vorraum war etwas klein und es saßen vor allem einheimische auf den Bänken und Sitzen. An dem Anmeldeschalter war die erste Frage, welche Versicherung wir hätten. Nach unserer Antwort wurde uns gesagt, dass das Krankenhaus die Versicherung nicht kennt und deshalb die Kosten komplett von uns getragen werden müssen (dass es für das Krankenhaus nicht wichtig ist, welche Versicherung wir haben, haben wir erst später an dem Abend erfahren). Wir sind also wieder raus und ins internationale Krankenhaus in Bali gefahren. Das gesamte Krankenhaus war sehr modern und wirkte im Empfangsbereich schon fast wie ein Hotel und nicht wie ein Ort, an dem Kranke und verletzte behandelt werden. Hier ging auch alles sehr schnell, Anja wurde in die Notaufnahme gelegt, Ibu Justina und ich übernehmen die Anmeldung. Das Krankenhaus ließ uns netterweise mit der 24h Notfall-Hotline unserer Versicherung in Deutschland telefonieren, welche wir anriefen um mögliche zu beachtende Dinge in Erfahrung zu bringen. Zum Glück war das Telefonat schnell vorbei - wir sollen erstmal alles übernehmen und die Kosten werden uns im Nachhinein zu 100% zurück erstattet.
Auch die Versorgung ging sehr schnell. Nach etwa 25 Minuten, zwei Spritzen, viel Desinfiziermittel und ein paar kleinen Gesprächen mit den Ärzten, waren wir schon wieder draußen und konnten noch kurz zu McDonald's fahren um ein paar Chicken Nuggets zu kaufen - welche im übrigen genauso schmecken wie zu Hause. McDonald's war natürlich nur unsere Wahl, weil wir um diese Uhrzeit sonst nichts mehr so schnell bekommen hätten ;-)

Fazit der ersten Erfahrung - Das internationale Krankenhaus hat sich, bis auf die Tatsache, dass man die Behandlung erstmal selbst und vor Ort zahlen muss, kaum von dem unterschieden, was wir kennen. Es war auf den ersten Blick gut ausgestattet und die Ärzte machten den Anschein, als wüssten sie genau, was sie tun.

Nach ein paar Tagen auf Sumba hat sich Freddy ein wenig schwach gefühlt und sich hingelegt. Als wir ihn zum Essen holen wollten war es schon dunkel. Anna und ich hatten ihn geweckt und zu dritt waren wir jetzt auf dem Weg zum Essensraum. Aus dem Augenwinkel sah ich nur, dass Freddy plötzlich abgetaucht war. Es sah ein bisschen aus wie im Film, wenn einer der Schauspieler plötzlich durch eine Falltür auf geradem Wege hinunter fällt. Bloß, dass es in der Situation nicht so witzig war - Freddy hatte das Gleichgewicht verloren und war in den Tiefergelegten Bereich neben ihm gefallen, der normalerweise vermutlich zum abfließen vom Regenwasser da ist.
Also sind wir ins Krankenhaus gefahren. Freddy wurde in die Notaufnahme aufgenommen und verschwand mit Pater Dandy für etwa eine halbe Stunde. Wir warteten draußen. Wie es in der Notaufnahme aussieht, durfte ich erst ein paar Wochen später erfahren. Der Bereich in dem man wartet ist überdacht, aber offen nach außen und eindeutig nicht für Menschen über 1,80m ausgelegt, da die Sitze viel zu tief liegen.
Freddy wurde eine "Pharyngitis" diagnostiziert - also eine Rachenentzündung. Danach wurden ihm noch Vitamin- und Kopfschmerztabeletten mitgegeben.
Eine Woche dauerte es, bis Freddy wieder gesund war.
Etwa drei Wochen dauerte es, bis ich dran war. Nach unserer letzten Indonesisch Stunde fühlte ich mich müde und sehr schwach, weshalb ich mich in mein Bett ging um mich auszuschlafen. Als ich aufgewacht bin, hatte ich Fieber und Kopfschmerzen. In den nächsten Tagen wurde es schlimmer, so, dass nach zwei Tagen auch ins Krankenhaus gefahren wurde. Beim Krankenhaus angekommen musste ich zuerst meine persönlichen Daten angeben um danach in die Notaufnahme zu kommen. Die Notaufnahme ist ein mittelgroßer Raum, der extrem heruntergekühlt ist. Es stehen dort vier betten, die alle etwa so groß sind, dass mein Kopf entweder vorne über hängt, oder meine Füße die Stange berühren, an der man das Bett anschieben kann. Sichtlich abgetrennt sind die Betten mit Vorhängen. Hauptsächlich sind in der Notaufnahme Ärzte im weißen Kittel, die aber meistens nur indonesisch sprechen.
Ich erklärte also meine Symptome und wurde zum Bluttest geschickt. Ich dachte erst, dass es ein allgemeiner Bluttest für alle möglichen Krankheiten ist. Umso verwunderter war ich, als bei der Diagnose nichts heraus kam. Mit Vitamin- und Kopfschmerztabletten (oha, ein déjà-vu!) wurde ich also nach Hause geschickt.
Später habe ich erfahren, dass dieser erste Bluttest nur Malaria nachweisen konnte.
Als es mir am nächsten Tag noch schlechter ging, sind wir nochmal ins Krankenhaus gefahren. Diesmal war aber ein Arzt da, der ziemlich gut Englisch konnte. Nachdem ich ihm noch einmal meine Symptome erklärte und er mir noch ein paar Fragen stellte, wurde mir gesagt, dass ich jetzt erstmal im Krankenhaus bleibe. Allerdings dauerte es ein wenig, bis ich in mein Zimmer gebracht wurde. Die zuerst als angenehm empfundene Kälte des Raums wurde mit der Zeit immer unangenehmer. Nach einer Stunde wurde ich dann schließlich (im Rollstuhl) auf mein Zimmer gebracht. Das Zimmer bestand aus einem Bett, einem kleinen Fernseher, zwei Plastikstühlen für Gäste, einem Nachtkästchen und einem Waschbecken. Außerdem hatte ich noch ein Bad dabei, welches dem ähnlich war, das ich schon aus meinem eigenen Zimmer kannte. Wie ich später auf der Rechnung vom Krankenhaus lesen konnte, hatte ich ein VIP-Zimmer. Üblicherweise gibt es Mehrbettzimmer.
Es folgten zwei Bluttests und am Nachmittag die erste Diagnose, Dengue Fieber. Allerdings war man sich nicht zu hundert Prozent sicher, weshalb man noch eine zweite Blutprobe entnahm. Die nächsten Tage waren immer ähnlich. Man bekommt Reis und Gemüse zum Frühstück, meistens noch mit einem kleinen Special, zum Beispiel einem Stück Huhn oder einer frittierten Banane. Danach kommen irgendwann Schwester ins Zimmer und fragen einen die üblichen Fragen, ob man heute schon auf Toilette war, ob man sich übergeben musste etc...
Abwechselnd war auch immer ein Kind aus dem Asrama im Zimmer. Mittags und Abends gab es immer ähnliches Essen wie zum Frühstück. Nachmittags hat man immer noch etwas kleines süßes bekommen und einen Tee.
Ich wurde auch immer gefragt, ob ich duschen möchte. Habe ich die Frage mit ja beantwortet, hat mir ein paar Minuten später eine Schwester einen Eimer mit heißem Wasser vorbei gebracht, weil das Wasser im Becken ja eiskalt ist.
Ansonsten war viel wie zu Hause - man schläft viel, isst wenig und fühlt sich schlecht. Es gibt feste Besuchszeiten, die auch gerne von den Patres, den Jungs und Mädchen aus beiden Asramas, sowie Anja, Anna und Freddy genutzt wurden (auch wenn ich das nicht immer zu hundert Prozent mitbekommen habe).
Der letzte Unterschied besteht auch hier wieder darin, dass man am Ende selbst bezahlen muss und das Ganze dann mit der Krankenversicherung selbst abrechnen muss (insofern man eine hat). Ein Aufenthalt von drei Nächten hat mich etwa 190 Euro gekostet. Um den Preis hätte man im Krankenhaus in Bali wahrscheinlich gerade mal eine halbe Nacht bleiben können.
Vor dem entlassen durfte ich dann noch ganz viele Fotos mit den Ärzten und Schwestern machen, aber das sind wir mittlerweile gewohnt.
Zusammengefasst war es eine interessante Erfahrung. Vor allem die Gespräche waren lustig, weil mein Indonesisch noch nicht so gut war. Aber irgendwie konnte man sich immer verständigen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man deutliche Unterschiede zwischen den Krankenhäusern feststellen kann. Während es sich auf Bali um gut ausgestattete, moderne, aber auch teure, Krankenhäuser mit vielen Geräten handelt, ist es in Waingapu eher so, dass man relativ gut ausgebildete Ärzte bekommt, die aber in Räumlichkeiten arbeiten, die bei uns nicht die Bezeichnung "Krankenhaus" bekommen würden. Die super tollen, teuren Geräte hat das Krankenhaus in Waingapu auch nicht zur Verfügung. Gesund wurde ich trotzdem - und darum geht es ja.

Dienstag, 10. November 2015

der Alltag


die Haus und Hofkirche
Kann man nach weniger als 70 Tagen von Alltag sprechen? Ich weiß es nicht, aber inzwischen habe ich mich schon gut eingelebt. Da ich von einigen Seiten gehört habe, dass mein Leben hier eher nach einem Abenteuerurlaub als nach Arbeit klingt, will ich mal versuchen, das alles in das rechte Licht zu rücken.

Benedict hat vor langer langer Zeit unseren vorläufigen Tagesablauf gepostet, der für das Pada Dita gültig ist.
Für Anna und mich schaut der Tag etwas anders aus.






























Inzwischen unterrichten wir ja schon - seit über einem Monat - regelmäßig. Für mich geht es an 5 Tagen die Woche an die SMA (10-12.Klasse) und an einem Tag an die SD Anda Luri (1.-6.Klasse). Die Schule beginnt hier um 7:30 Uhr und an vier Tagen die Woche ist davor noch um 6 Uhr eine Morgenmesse in der Kirche von Wara. Dementsprechend fängt der Tag früh an, aber immer mit der Sonne.

Ich bin erst einmal im Finsteren aufgestanden und das war zum lari pagi letzen Sonntag. Aber das ist eine andere Geschichte.

In der Schule hat jeder von uns anderes Programm, Benedict ist Vollzeit in der SMP, Fred 3 Tage an der SMP und 3 Tage an der SD Pada Dita und Anna an 4 Tagen an der SD Anda Luri und 2 Tage an der SMP. 

Von der SMP weiß ich daher fast so viel wie ihr... nur aus Erzählungen.

Lehrerzimmer und Direktorat in der Aula
In den ersten Wochen war ich meistens noch mit Lehrern mit im Unterricht und habe die Teile, wo es um Aussprache ging, übernommen - jetzt bin ich schon oft alleine in der Klasse. In der Zeit verbessern die Lehrer dann Hausaufgaben, erholen sich kurz oder erledigen etwas. Natürlich bin ich auch alleine in der Klasse, wenn ein Lehrer nicht in die Schule kommen kann, was auch immer wieder passiert.
An der SMA sind die Schüler - noch- hocherfreut, wenn sie sehen, dass ich komme.
Ich bemühe mich, im Unterricht eine Balance zu finden zwischen dem, was unterrichtet werden muss, dem, was die Lehrer wollen und dem, was für die Kinder wirklich interessant ist.
Es ist aber wirklich schwer, auf die Aussprache zu achten, wenn vor einem eine 40-Kind starke Klasse sitzt.
Da habe ich noch nicht die ideale Lösung gefunden - Ideen werden gerne angenommen.
typisches Klassenzimmer
Noch dazu sind auch die Arbeitsmaterialien sehr begrenzt. Die meisten Kinder haben einen, vielleicht zwei Stifte und genug Schulhefte für eine Armee, aber das war es dann auch schon - von TipEx abgesehen.
Blumenpracht




Basketballfeld - am Nachmittag ist die Schule offen für die Schüler
























Die SMA ist wirklich schön, es gibt überall Sitzplätze und einen Haufen Pflanzen, die regelmäßig gegossen werden und dadurch grün strahlen. Außerdem ist sie für mein Verständnis groß und hat sogar im hinteren Teil ein Basketballfeld. Das ist aber zurzeit leider eher eine Schotterpiste.

Nach dem Unterricht gibt es jeden Tag noch eine Evualiasi mit den Lehrern. Probleme und Projekte werden besprochen und dann geht es nach Hause.
Mein Schulweg ist wirklich lang.
Durch endlose Gänge... und schon bin ich da. Herrlich.
die SMA von vorne, links gehts direkt zur SMP

















Die SD ist da schon deutlich weiter entfernt... da brauche ich dann doch 7 Minuten hin - hauptsächlich weil ich zwei Straßen überqueren muss. Die wird grade etwas hergerichtet und die Klassen sind sehr unterschiedlich.
Es gibt zum Beispiel eine Klasse, die nur durch Holzbrettern von der anderen getrennt ist, aber auch eine, die so sauber ist, dass man die Schuhe vorher ausziehen muss.
Dort zu unterrichten, ist gleich ganz anders als an der SMA. Da muss man die Kinder auch noch richtig motivieren, damit sie die Wörter von der Tafel 'abzeichnen'.



Schulbücherei und Lehrerzimmer an der S

7 Stunden lang zu unterrichten ist ganz schön anstrengend und nach dem Mittagessen ist dann etwas Zeit um auszuruhen. In der Zeit bis vier Uhr können Anna und ich tun was wir wollen, Schlafen, Entspannen, Zimmer putzen, Wäsche waschen, Sport betreiben, Dinge besorgen, lernen, Unterricht vorbereiten oder Hausaufgaben verbessern. Danach ist Arbeitszeit im Asrama, wo die Kochgruppen anfangen zu kochen, die anderen das Asrama putzen oder Laub zusammen fegen.







unsere Mädels - in der Kirche








Seit dieser Woche ist um 17:30 immer ein Englisch-Kurs im Asput, den Anna und ich zusammen veranstalten. In Kleingruppen gehts darum, Gelerntes zu wiederholen, zu festigen uuuund - ganz wichtig- Sprechen zu üben. Da sind die Kinder noch echt unsicher, aber im Laufe des Kurses tauen sie meistens auf und trauen sich dann mehr. Ist ein ziemlich cooles Gefühl, vor allem fragen sie dann auch immer, ob es nicht noch länger geht.
Im Anschluss ist dann das Abendessen, welches von der Lernzeit gefolgt wird.

Meistens können wir uns vor Freizeit also kaum retten ;)
Ach ja und Mittwoch... da wird das alles über den Haufen geworfen. Da spielen Anna und ich Badminton.