Donnerstag, 17. November 2016

Kleiner Vortrag in Wien

Für alle kurzentschlossenen - und Leute die in Wien und Umgebung wohnen- gibt es heute Abend um 19:30 in der Marienpfarre, 1170 Wien einen Vortrag über das letzte Jahr!

Ich freue mich schon :)

Dienstag, 26. Juli 2016

Bye bye Sumba Hills

I am gonna miss you wherever I go
I am gonna come back
To meet the guys again
Remember we had fun together

Heute war es tatsächlich soweit. Unser Abschied von Sumba.
Inzwischen schreibe ich aus der letzten Reihe einer Boeing 737, mit einem regenbogenfarbenen Himmel (Sonnenuntergang) im Blick,  auf dem Weg nach Denpasar.
Nach vier Stunden Verspätung sind wir endlich abgeflogen und haben Waingapu zurück gelassen.
Natürlich nicht ohne uns noch einmal wie richtig dumme 'Weiße' aufzuführen.
Das fing beim Foto auf der Treppe zum Flugzeug hinauf an und hörte bei einem kleinen blonden Engel auf, der 14 Reihen nach vorne durch das Flugzeug Taco rief.
Da musste ich von 3 Reihen weiter hinten natürlich mitreden.
Aber das ist ja kaum das Interessante.
Die letzte Woche uber hatten Anna und ich Gäste und die haben ein volles Programm gehabt, so viel war ich selbst noch nicht in einer Woche auf Sumba unterwegs.
Gestern Abend war dann der krönende Abschluss - ein Abendessen mit dem Mädchen des Asramas.
Eigentlich gab es ja bereits ein Abschlussfest in Pada Dita, aber das war einfach kein Anschluss von den Mädels. Das war nicht.... passend.
Gestern haben sie dann gekocht und es war deliziös und genau richtig. Keine Unmengen sondern genau einen Teller fur jeden. Im Anschluss gab es sogar noch Nachspeise wo wir dann einfach alle beieinander gesessen sind und geplaudert - oder wie verrückt fotografiert haben. So viele Fotos an einem Abend, schwer vorstellbar, dass es soetwas jemals wieder geben wird. 
So viele Nasen die ich geküsst habe und so viele Umarmungen die ausgeteilt wurden. Es war einfach wie eine Familie.
Obwohl wir gesagt hatten, dass wir die Kosten übernehmen, haben sie es sich trotzdem nicht nehmen lassen, etwas fur uns zu kaufen. Und so bin ich jetzt mega stolz und super glückliche Besitzerin eines Sumba Timor Stoffes, der nicht nur bunt gewebt sondern traditionell gefärbt wurde.
Ich war schon fast ein bisschen traurig ohne so einen Stoff nachhause zu fahren und hatte noch am gleichen Tag überlegt, mir selbst einen zuzulegen. Gut, dass ich es nicht getan habe.
Nach feierlicher Armband Übergabe - für alle Kinder die uns das Jahr über begleitet haben - klang der Abend dann mit noch mehr Fotos und Plaudereien aus.
Und dann als ich schon glaubte es geschafft zu haben, kamen mir doch noch die Tränen.
Manche Mädchen sind mir doch wirklich ans Herz gewachsen und das Wissen, dass ich die nächsten Jahre nicht dabei sein kann... macht mir das Herz schwer.
Und am liebsten würde ich sie in meinen Koffer stecken und mit nachhause nehmen.
Heute früh hieß es dann noch ein Gruppenfoto machen. Wie es nicht anders zu erwarten war, sind nicht alle drauf, aber jetzt gibt es ein Foto von uns und das... wird zuhause ganz groß ausgedruckt.
Danach hieß es Zimmer räumen, Bettwäsche waschen und Boden fegen. Koffer hinaus und Zimmer zu. Die Heimreise beginnt.
Apropos Koffer... ich hasse packen. Aber Lukas sei Dank bin ich ohne Übergepäck in den ersten Flieger gestiegen (20kg / Person). Das sollte sich dann hoffentlich beim nächsten auch noch ausgehen (50kg für uns beide).
Wolkige Grüße mit einem herrlichen Blick auf den Sonnenuntergang.
Über den Wolken
muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.

Freitag, 15. Juli 2016

Borobudur - lasset die Fotospiele beginnen






Da wir bereits einen der größten Hinduistischen Tempel besucht hatten, wollten wir uns natürlich auch den weltgrößten Buddhistischen Tempel nicht entgehen lassen und als uns Pater Roby, der Rektor vom Wisma eingeladen hat, waren wir natürlich voller Begeisterung dabei.

Zusammen mit zwei Fratres - die Anna liebevoll No1 und No2 rief - ging es los. Da wir alle vor Motivation so strotzten sangen wir die anderthalb Stunden Fahrt alle Lieder aus dem Gesangsbuch Madha Bakti, die wir auswendig konnten. Wenn Anna und ich mal nicht mehr den Text wussten, hatten wir ja zwei Priesteranwärter dabei, die sicher helfen konnten.

Das Borobudur deutlich größer ist, merkt man schon am Parkplatz, der vor lauter wandelnder Verkäufer zu einem kleinen Irrgarten wird.
Da ich gerade keinen Zugang zu meiner schreiberischen Ader entdecken kann, lasse ich jetzt einfach Bilder auf euch wirken. Kurze Anekdote: Der Tempel ist wie ein Mandala aufgebaut und ist in Wahrheit kein Tempel, sondern eher ein Monument, da man nie in das Bauwerk geht. Es gibt vier Ein bzw Ausgänge die hinauf auf die Spitze führen. Wir haben aber nicht den direkten Weg gewählt, sondern sind jeden Mandala Ring abgegangen. Das hatte etwas mediatives und vor allem wesentlich ruhigeres, da der Hauptteil der Besucher, direkt zum Haupt Plateau auf die Spitze stiefelt.

Für uns sehen die Ringe, die einzelnen Ebenen ziemlich ähnlich aus, aber in Wahrheit ist es ein riesiges Bilderbuch, dass vom Leben Buddhas erzählt. Das ganze Wunderwerk wurde ohne Zement gebaut, in dem man Stein auf Stein gelegt hat und diese angepasst hat.


Heute erstrahlt es leider nicht mehr im ganzen Glanz, da es im Krieg beschädigt wurde und einige Steine weg gebombt wurden. Anstelle davon wurden dann glatte Schwarzgraue Steine eingesetzt, die jedoch nicht das ursprüngliche Relief wieder geben. Auch die Reliefs wurden nicht alle getreu wieder aufgebaut, so kann es schon mal sein, dass ein Kopf auf einem anderen Kopf sitzt.



Das oberste Plateau hat dann Stupen, unter jeder dieser Stuppen sitzt ein Buddha. Bei vielen ist durch die Natur - Schwerkraft und Naturgewalten - der Kopf bereits abgebrochen. So auch bei der Hauptfigur, die daraufhin mit einer Stuppe besetzt wurde.






Im Anschluss unsere Reisegruppe; das ganze bei der Mittagshitze lässt einen natürlich immer den Schatten suchen.








Prambanan 2 mit ein paar Fotos dazu

die Verrückten vom Dienst

unsere Reisetruppe - alles ehemalige Asrama Puteri Kinder 
Die Hinduistische Tempelanlage, kann sich schon sehen lassen. Verrückt was die Leute früher alles gebaut haben.


So groß, dass man nicht einmal die Spitze mehr sehen kann. Anna und ich vor unserem bescheidenen Tempelchen.

Dienstag, 5. Juli 2016

Irgendwo in der Nähe von Surakarta

Nach Yogya konnten wir die Prozentzahl wieder senken. Inzwischen sind wir bei 22 %.
Also beginnt ein angenehmer Abend mit Kuschel decken und mit Stille. Weil die CD die vorher in Dauerschleife gelaufen ist, endlich Pause hat.

Während Anna und ich in typischem Mädchen Quatsch über Liebe, Gefühle und Typen aufgehen ist es dunkel geworden und bis jetzt sind wir staufrei unterwegs.

Vorher als wir durch Yogya durchgefahren sind, wäre ich am liebsten ausgestiegen, aber jetzt mit all den Lichtern, bin ich wieder guter Dinge.

Als nächstes präsentieren wir.....
Ein Sleepover bei Avy

Vielleicht erinnert ihr euch noch an den Indonesischen Artikel, den ihr sicher allesamt verstanden habt. Anna und ich haben in Jakarta neue Freunde gefunden von der Katholischen Jugend dort. Avy und Agatha. Die haben uns ja auch noch bis zum Bahnhof gebracht.

Avy ist dann auch nach Yogya gekommen und wollte uns noch einmal treffen, also wurde mehr chaotisch als geplant und eigentlich auch etwas gegen meinen Willen ein Sleepover veranstaltet, an unserem letzten Abend im Wisma.
Nachdem ich um Erlaubnis gebeten habe, hatte ich mal wieder Zeit Tagebuch zu schreiben.
Weil man im Wisma selten alleine ist, bekam ich schnell Gesellschaft und, noch besser, Schokolade. Delizios.

Irgendwann ungefähr zwei Stunden nach der vereinbarten Zeit tauchte Avy dann auf. Mit Sack und Pack und zwei Cousins ging es dann los, eine halbe Stunde vorm Abendessen. Anna und ich werden verhungern.

Durch die Straßen Yogyas ging es dann im Vergleich zu Jakarta zügig voran und so kurvten wir dahin. Bis wir bei einem Freund anhielten. Der uns natürlich prompt auf Englisch angeblabbelt hat und wo ich dann dreist behauptete nur ein bisschen Indonesisch zu können.

Oh was haben wir gelacht vor allem wegen den Indonesischen Zwischen Kommentaren des Freundes.
Irgendwann setzten wir unsere Reise fort und kamen immer näher an unser Ziel. Nächster Halt Kirche. Als mir Avy gesagt hat, dass wkr nachher in die Kirche gehen um zu beten, habe ich definitiv nicht erwartet eine grüne Kirche ohne Mauern vorzufinden und direkt daneben einen Hindu Tempel der zur Marienanbetung verwendet wird zu sehen.

Aber dann war das eben der Fall und ich war wirklich erstaunt. Der Tempel war mit Kerzen hell erleuchtet und direkt daneben gab es heiliges Trinkwasser zur Fuswaschung oder ähnliches. Dieser Tempel ist ein Wallfahrtsort in Indonesien und - so habe ich mir sagen lassen-  fur alle Religionen interessant.
Im Anschluss musste natürlich noch ein Rosenkranz erworben werden und weiter gings.
Endstation... Avys Großfamilie.
Als Avy die ganze Woche gedrängt hat, dass wir bei ihr schlafen, konnte ich es nicht ganz verstehen, aber an dem Abend wurde es mir wieder klar. Es ist einfach etwas Besonderes Bules im Haus zu haben. Und weil ich mal erwähnt habe, dass ich tempeh mag, gab es das en Masse.

Zusammen wurde gegessen, genascht und der Plan fur den nächsten Tag gemacht. Natürlich auch Fotos gemacht. Und dann kurz nach zehn ging es Richtung Bett. Das Haus war übrigens ein richtig feines. Hier scheinen die Leute motivierter zu sein als auf Sumba beim Hausbau.

Der nächste Tag und der Wecker um 1:00 ist eine andere Geschichte....

Magelang ... 2 h später

Unsere Prozentzahl ist drastisch gestiegen. Wenn man davon ausgeht, dass die Sitzanzahl gleich geblieben ist, können wir jetzt von einer 75% Besetzung reden.
Nun gut....
Erste Geschichte
Jl Malioboro oder endlich wieder Radln
Frisch und munter sind Anna und ich nach 8 Stunden Zugfahrt in Yogyakarta/ Yogya/ Jogja/ Djogja angekommen und zahlen begeistert die Bules.
Bule!
Oha schau mal dort... da ist ein ganzer Schwarm!
Und da kommen schon zwei junge Männer auf den Platz, die so aussehen als ob sie Fratres sein könnten und zu lächeln anfingen als sie uns sahen.
Frater Linus und Frater Rizal waren so nett uns abzuholen und schon sind wir in einem Taxi und plaudern angeregt daruber, wo es in den nächsten Tagen überall hingehen sollen.
Es geht also zum Wisma Sang Penebus, dem Haus wo all die werdenden Fraters von den Redemptoristen wohnen während des Studiums. Sagenumwobener Ort und dann kommen wir schon an.
Es ist richtig groß und am Anfang war ich richtig überrascht wie viele einzelne Häuser hier verbunden sind. Aber zu klein darf es auch gar nicht sein, weil immer an die 40-50 Fratres hier studieren und wohnen.
Alle sind super lieb und stellen sich natürlich gleich vor, wo ich doch so gut mit Namen bin.
Nach einer Dusche wird weiter geplaudert und das Gelände erkundet. Es erinnert an Pada Dita, nur dass die ganzen weiten Grünflächen fehlen. Anstelle davon gibt es viele Bäume, die die Hitze ein bisschen neutralisieren.
Das allerbeste im Wisma wurde schnell entdeckt.... 50 Räder. Die meisten feine Mountainbikes und 5 onthels aus vergessenen Zeiten. Jogja war früher eine Fahrradstadt und die Fratres führen die Tradition jetzt weiter und fahren mit den Rädern zur Uni.


Mit dem netten jungen Pater wird dann gleich der Plan geschmiedet am nächsten Morgen eine Sonnenaufgangstour zu machen. Schlaf wird doch sowieso überbewertet.
Nach dem Abendessen, das wirklich wie in Pada Dita abläuft, nur das die männlichen Wesen schon etwas reifer sind geht es dann mit Frater Anton hinunter in die Stadt. Natürlich am Fahrrad.
Es geht zur viel gerühmten Jl Malioboro wo man ca alles bekommt.
Mehr als eine Stunde spazieren wir durch die Läden und an den Ständen entlang. Bewundern die bunten Stoffe, Hosen, Fächer und Taschen und machen Windowshopping. Am Ende mit Flip-Flops die zweifarbig sind, also ideal fur mich, und einer Batik Aladdin Hose reicher wollen wir den Heimweg antreten.
Diesmal wirklich treten, weil es bis hierher nur bergab ging vorher.
Und wir werden vom Regen begrüßt.... der scheint in Java ein ständiger Gast zu sein.
Na wir sind ja nicht aus Zucker, also mit Sack und Pack zurück hinauf strampeln um oben wunderschön nass anzukommen.
Die obligatorische Frage ob wir etwa im Regen unterwegs waren, lässt nicht lange auf sich warten - wir sind hier ja immer noch in Indonesien.
Nach einer Runde Billiard wo ich so richtig abgekackt habe und viel Plaudern fallen wir irgendwann tot ins Bett. 
Und Jogja gefällt mir jetzt schon.



Erlebnisse auf Java

Ich bin richtig voll. Voll gefüllt mit Eindrucken, Erlebnissen und Begegnungen.
Die mir alle so lieb waren, dass ich sie ungern wieder auspacke, weil Ich nicht weis wie ich davon erzählen kann, damit es dem gerecht wird.
Anna und ich sind jedenfalls jetzt im Bus von Temanggung am Weg nach Denpasar und damit am fast direkten Weg nach Waingapu.
Der Bus mit 28 Sitzplätzen, wobei zwei für die Busfahrer sind, ist doch ganz gut gefüllt mit einer Quote von 7% ( Busfahrer inklusive).
Wie gehe ich das jetzt am besten an...
Reiseroute  / besuchte Orte
Jakarta   -> Bogor & Puncak Pass
Bandung
Yogyakarta  -> Pranbanam & Borobudur
?? -> Borobudur & Merapi
Wonosobu -> Dieng & Temanggung
Eigentlich nicht so viel, aber ich hab das Gefühl, das ich ewig unterwegs war, auf der Reise einen Haufen gefühlte alte Freunde getroffen habe und einen noch größeren Haufen an neuen Freunden gefunden habe.
Von Jeepfahrten am Fuße des Vulkans, Schwefelkratern, Elefantenritt, Hinduistentempel, Ramadhan und muslimischen Neujahr, ewigen Profess Feier, Sonnenaufgang klettern bis zum verlorenen Herz war alles dabei.
Es liegen jetzt an die zwanzig Stunden Busfahrt vor mir, also könnt ihr euch auf die eine oder andere Geschichte freuen.


Samstag, 2. Juli 2016

Ke Pramaban sama teman2 asrama

29.06.

Uff.. 6 Uhr morgens quäle ich mich aus dem Bett zur Morgenmesse.. Eigenlich ausgeschlafen im Vergleich zum Asrama-Tagesplan.. Dann schnell Frühstücken und erstmal noch ne Stunde ausruhen.

Heute ist der Plan, mit Freunden aus dem Asrama, die nach Jogja zum Studieren gezogen sind, zum Prambanan - eine großen Tempelanlage - zu fahren. Für Anja und mich die Gelegenheit, auch hier mal das Bussystem auszuprobieren. Wieder lässt es sich für ca. 30 ct unbegrenzt durch die ganze Stadt fahren - und das tun wir dann auch ca. 2 Stunden lang. Die letzten Stationen fahren wir gemeinsam mit den anderen, die den ganzen Morgen geduldig an ihrer Station auf uns gewartet haben..

Es wird schon langsam Mittag und da mit mir nicht zu Spaßen ist, wenn ich hungrig bin, gehen wir erstmal in einen Warung. Gestärkt mit Nasi goreng oder Mi soto stellen wir am Eingang des Prambanan geschockt fest, das der Ausländerpreis weitaus höher ist, als der für Einheimische.

Challange accepted.

Uns fehlt zwar die Kitas - ein Visum mit Arbeitserlaubnis - aber wir reden den Mann an der Kasse so platt, dass er uns ratlos zum Hauptbüro weiterleitet. Und dort wiederholen wir unsere Geschichte, dass wir ja sehrwohl den Indonesierpreis verdient haben, und tadaaa: wir werden für 30.000 Rp. statt 250.000 Rp. durch den Hintereingang reingeschleust!

So einfach ist das.. "Drinnen" bedeutet ja immer noch draußen unter freiem Himmel also machen wir nach der Aktion erstmal Rast im Schatten und lassen die Tempelanlage auf uns wirken. Und machen natürlich 2 Millionen Fotos.. So indonesisch sind Anya und ich schon geworden. Und in einer 6er Mädchengruppe wird der Fotowahn nochmal angeheizt, haha..

Errichtet wurde Prambanan um das Jahr 850, entweder unter Rakai Pikatan, einem König von
Mataram oder unter Balitung Maha Sambu während der Sanjaya-Dynastie. Schon bald nach seiner Fertigstellung wurde der Tempel verlassen und begann zu verfallen.
Die Anlage ist einer der größten hinduistischen Tempel in Südostasien. Sie wurde 1991 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Charakteristisch ist die hohe und spitze Bauform, die typisch für hinduistische Tempel ist, sowie die strenge Anordnung zahlreicher Einzeltempel um das 47 m hohe Hauptgebäude in der Mitte.
(Frei aus Wikipedia, https://de.m.wikipedia.org/wiki/Prambanan)

Die Tempel sind echt beeindruckend, vor allem, wenn man sich vorstellt, was das für eine Arbeit früher dargestellt haben muss. Zahlreiche kleine Einzeltempel streuen sich um den größten Haupttempel in der Mitte. Sie wirken fantastisch, detaillreich mit kleinen Statuen und Türmchen ragen sie spitz zulaufend in den blauen Himmel. Wir können hochsteigen und die Tempel betreten. Drinnen erwartet uns jeweils eine hinduistische Gottheit, die im Halbdunkeln nur von Fotoblitzen erhellt wird. Die ordentlich angeordnete Hauptplattform ist von saftig grünem Gras und vereinzelten Bäumen umgeben. Dazu ist alles umringt von ganz vielen Steinhaufen, Überbleibsel früherer Tempel, die nach Verfalls- und Erdbebenschäden noch nicht wieder aufgebaut wurden..

Nachdem wir genug hatten, fanden wir auf dem Rückweg zum Bus was ganz tolles: Einen riesigen Spielplatz :)) Müdigkeit? Was ist das? Anya und ich schaukeln bis zum Himmel - die anderen haben eher Angst als Spaß..

Lanjut schlagen wir uns an Verkaufsständen und Touristen vorbei hin zur Busstation. Dann geht es nach Hause.. So viel Sonne, Herumlaufen und neue Eindrücke - Schlafen, schlafen werde ich jetzt..

Dienstag, 28. Juni 2016

I <3 yogya

Es ist.... unbeschreiblich.
Ich bin endlich wieder auf einem Fahrrad unterwegs und das nonstop (bis mich der Muskel Kater einholt, dann schauen wir weiter). Endlich mal Gelegenheit wieder ein bisschen vernünftige Bewegung zu machen.

Wir sind gestern Nachmittag Bach acht Stunden kalter Zugfahrt angekommen und wurden von zwei Fratres abgeholt. Los ging es zum Wisma Sang Penebus.
Dort ist die Frater Ausbildung der Redemptoristen angesiedelt.

Bevor ich jetzt zu viel erzähle muss ich noch anmerken, dass wir schon unendlich viel über Yogya gehört haben.
Die einen wollen dort sterben, weil es die schönste Stadt ist, die anderen reden von der Seele Javas und wieder andere finden es das reinste Shoppingparadies.
Ich persönlich war einfach richtig neugierig wie denn nun das Wisma aussieht, da ich das Postulat und das Noviziat ja bereits kenne.

Und jetzt nach fast zehn Monaten sind wir endlich angekommen.

Wir leben also jetzt nicht mehr mit zwei Mädchen (in Bandung), 4 Patres (Jakarta) use...., sondern mit knapp 40 Fratern ( Frater Ausbildung beträgt minimal 7 Jahre) und 2 Patres (es sind gerade einige wegen dem Marienfest auf Sumba, dabei ist in Wara nicht mal das richtige Marienbild... Aber das ist eine andere Geschichte).

Viel Testosteron auf einem Haufen mit Redemptoristen als Rektoren.... woran erinnert dich das?

Mich erinnert es ans Asrama Pada Dita.... nur mit etwas reiferen Männern.
Nach überschwänglichen Begrüßungen und einer herrlichen Dusche würde non stop durch gequaselt bis zum Abendessen und danach ging es dann noch mit dem Fahrrad <3 in die Stadt. Zur Jalan Malioboro.

Anm. Hier besitzt jeder Frater sein eigenes Fahrrad und zusätzlich gibt es noch 5 Onthels, da selten alle 40 unterwegs sind, haben Anna und ich eine herrliche Auswahl an Mountainbikes.

Das ist eine herrliche Shoppingstraße mit BatikHemden und Hosen, traditionellen Stoffen und süßen Taschen. Das ganze ist eine lange süß beleuchtete Straße mit ganz vielen Faxis, die sich nur zu gerne mitnehmen wollen.

Nach zwei Stunden haben wir mal genug. Wir hatten viel zu wenig Geld mit, daher ist unsere Ausbeute nur klein.
Die Heimfahrt war noch besser, da es jetzt nicht nur bergauf zurück ging sondern auch regnete.
So hatten wir eine schöne Regenfahrt zurück und kamen schön dreckig oben an.

Und heute.... ja heute...
Heute ging es mit dem Fahrrad in den Kraton und in eine Batik Schule, extrem faszinierend.
Und natürlich sind wir um 5 für zwei Stunden der Sonne hinterher gefahren, aber die Wolken, wollten sie einfach nicht frei geben.

Ich bin neugierig was noch vor uns liegt.
Sampai jumpa

Sonntag, 26. Juni 2016

Kota Tua - Menunggu di Macet

Hari ini tujuan kami ke "Kotu" (kota tua), di Jakarta serba disingkat dong.. Kami berjalan bersama dua teman OMK, yaitu Agata dan Afi. Pater Handry menjadi sopir kami. Sebelum berangkat pater Rano berpesan: "Selamat menikmati macet..hahaha..."

Ketika pusat kota Jakarta semakin dekat, jalanan semakin sesak dengan kendaraan, jalan tol saja macet sekali. Tidak apa-apa, nikmati saja, kami bernyanyi, bercerita atau tidur selama dua jam perjalanan.  Ketika tiba disana, kami berempat saya, Anya, Agata, dan Afi lanjut jalan kaki. Pater Handry tidak ikut karena dia capek mengendarai mobil.

Dalam perjalanan ke Taman Fatahillah kami melewati Kali Besar. Ternyata namanya tidak cocok pada musim ini, karena hampir tidak ada air lagi..

Sampai di Taman Fatahillah saya bahagia sekali karena di tempat ini bisa main sepeda. Yang mau bermain sepeda  bisa memilih sepeda dan topi dengan berbagai jenis pilihan warna. Saya dan Anya memilih sepeda dan topi warna merah, kami terlihat  macam wanita “jadul” (jaman dulu) saja. Topi itu sebenarnya terlalu kecil untuk kepala kami sehingga ketika bermain selalu mau jatuh. Senang sekali main sepeda. Pertama saya yg bawa, Anya di belakang. Sebelum kami datang taman masih tenang, tapi setelah kami mulai bermain suasana menjadi berubah berisik dan ribut. Kami senang sekali dan tertawa terus. Orang-orang di sekeliling heran melihat dua orang bule yg naik sepeda seperti orang gila..

Setelah puas main sepeda kami lanjut berjalan ke arah laut. Saya pernah membaca bahwa dekat Sunda Kepala ada Menara Syahbandar yang setinggi delapan tingkat. Saya ingin sekali naik ke menara itu.. Kami berjalan kaki ke sana. Kami orang Jerman dan Austria suka jalan kaki, kasihan juga teman-teman yang ikut dengan kami, hehehe... tidak apa-apalah, semoga mereka juga suka.

Hari semakin siang, jadi panas sekali. Saya berjalan paling depan penuh semangat, diikuti Anya, serta Agata dan Afi di paling belakang. Sekitar setengah jam kemudian kami tiba di menara dan dengan kekuatan terakhir kami naik ke atas. Pemandangannya indah sekali, seluruh kota tua bisa dilihat, atap-atap gedung yg berwarna merah, kali besar yang di sebelahnya dan semua kapal yang baru sampai di pelabuhan.
Terasa sejuk di atas menara, kami beristrahat sejenak.

Setelah dari menara kami mengunjungi Museum Bahari yang berada dekat Pasar Ikan. Museum ini menyimpan koleksi yang berhubungan dengan kebaharian dan kenelayanan bangsa Indonesia.
Koleksi-koleksi yang disimpan terdiri atas berbagai jenis perahu tradisional dengan aneka bentuk, gaya dan ragam hias, hingga kapal zaman VOC . Selain itu ada pula berbagai model dan miniatur kapal modern dan perlengkapan penunjang kegiatan pelayaran. Juga peralatan yang digunakan oleh pelaut pada jaman dulu seperti alat navigasi, jangkar, teropong, model mercusuar dan meriam.
Museum Bahari juga menampilkan koleksi biota laut, data, jenis, dan sebaran ikan di perairan Indonesia dan aneka perlengkapan serta cerita dan lagu tradisional masyarakat nelayan Nusantara.

Setelah itu kami mencari jalan pulang ke mobil karena sudah memulai lapar dan capek. Pater Handry mengusulkan supaya makan di McDonalds. Tetapi dibatalkan, dan kami diajak membeli roti di Holand Bakery, mungkin mereka mengira kami orang eropa selalu ingin makan roti ya...? Sebenarnya kami lebih senang makan makanan khas Indonesia seperti nasi. Soalnya kalau belum makan nasi belum sungguh-sungguh kenyang... Hahaha... Indonesia bangat to...?

Perjalanan pulang membutuhkan waktu sekitar tiga jam karena pada sore hari macet parah hampir di seluruh Jakarta. Itu masalahnya liburan di Jarkarta, kami lebih sibuk menunggu di jalan daripada mengunjungi tempat wisata.. Tetapi macet merupakan bagian kehidupan di Jakarta yang juga harus dialami. Dan sambil jalan kami bisa istrahat dan santai. Saya banyak tidur di mobil sehingga ketika sampai di wisma redemptoris tidak terlalu mengantuk lagi..
Setiap malam sejak kami tiba di Jakarta ada hujan, malam ini juga. Bagus, karena terasa lebih sejuk, kurang panas. Sambil mendengar bunyi hujan, Anya dan saya boleh menikmati mangga. Ahhh, saya sekarang seperti di surga ketujuh (pepatah dari jerman). Sejak Desember kemarin tidak ada lagi mangga di Sumba dan saya merindukan rasanya. Sepertinya sekarang saya ingin tinggal lebih lama lagi di Jakarta.

Habis novena kami diajak makan malan dengan teman OMK. Malas jalan kaki kami pergi dengan motor sekitar 2 menit ke angkringan favorit mereka. Disana kami makan nasi kucing. Awalnya saya takut, saya kira mereka menyuruh kami makan daging kucing. Tapi ternyata itu hanya nasi campur biasa tanpa daging kucing ...rasanya enak sekali!

Pulang, kami membuat pesta perpisahan yang kecil bersama Pater Handry dan Pater Barnabas.  Besok pagi Anya dan saya akan melanjutkan perjalanan ke Bandung - dengan kereta api! Semoga jangan terlalu macet supaya kami tidak terlambat ke stasiun!
Semuanya sedih sampai menangis terutama Pater Handry yang sangat menikmati menjadi guide untuk Anya dan saya. Hehehe, tidak.. Tapi saat di Jakarta sungguh-sungguh mantap.. Terima kasih!

Samstag, 25. Juni 2016

von Liebe im Bauch und dem Abschied von Jakarta

Nach dem wir es in Jakarta immerhin zweimal in die Messe geschafft haben und ein paar Mädels von der OMK ( KJ) immer und überall dabei waren ging es auch heute so weiter.
Agatha und Avy wollten uns zum Bahnhof begleiten. Fast pünktlich um acht waren wir alle startbereit. Nach dem Abschied von den Patres ging es dann also zur nächsten Transjakarta Station (das sind diese fancy Busse durch die Stadt). Da Jakarta ja die Stadt des Staus ist,
muss man prinzipiell für alle Reisen in das Zentrum 2-3 Stunden rechnen.
Am Ende war unsere Truppe übrigens 5 Frau und 1 Mann stark.
Mit dem einen Bus, zum nächsten Bus und nach zwei mal umsteigen und nur zwei Stunden später sind wir am Ziel Gambir Station, Hauptbahnhof von Jakarta.
Ich naives Mädchen dachte natürlich, dass das jetzt riesig groß sein wird...  dem war aber nicht so, tatsächlich waren Anna und ich sogar schon mal hier ohne  mitzubekommen haben, dass das die größte Station ist.
Da wir ja früh genug los sind hatten wir genug Puffer um noch einen Kaffee zu trinken und 1000 Fotos zu machen.
Die Mädels sind wirklich nett und der erste Abschied war ein bisschen traurig.
Nachdem wir unsere Ticket ausgedruckt hatten - fancy Automaten - ging es dann durch den Schranken. Mit Lichtbildausweis wird dann der Name und die Identifikationsnummer abgeglichen und der Abschied kann nicht mehr hinaus geschoben werden.
Zwei Stockwerke weiter oben werden wir dann vom Zugpersonal in den richtigen Wagon geleitet. Zuerst natürlich noch ein Fotos mit den Bules - faaaaame.
Aber inzwischen haben wir gelernt und antworten dann mit einem Foto mit einem Indonesier.
Nach einem ziemlich lauten Streit wer denn nun am Fenster sitzen darf, auf Indonesisch, sitzen wir nun und wissen gar nicht was wir mit all dem Platz angefangen sollen.
Das wir am Ende der Reise von den restlichen Passagieren gehasst werden, ist durchaus möglich.... der Rest des Wagons schweigt nämlich.
Na dann auf nach Bandung, wo süße Roti Bakar Träume hoffentlich war werden.
Goodbye Jakarta- du seltsame Stadt.