Es ist soweit. Vor
drei Monaten bin ich von zuhause weg.
Lächerlich. Das ist
ja nichts und doch bin ich schon ewig hier.
Es passiert so viel
und gleichzeitig immer das Gleiche, das man gar nicht weiß, was man auf den
Blog stellen soll.
Gleichzeitig kommt
hinzu, dass Anna und ich kein Wlan mehr haben.
Luxus der uns nicht mehr gegönnt wird und dadurch verringert sich so einiges. Unter anderem Mailkontakt und auch Skypen.
Luxus der uns nicht mehr gegönnt wird und dadurch verringert sich so einiges. Unter anderem Mailkontakt und auch Skypen.
Als Anna und ich zum
Mittagessen ins Pastorant rüber gingen, war es dunkler und kühler als sonst
und es donnerte.
Die Anzeichen
deuteten mal wieder auf Regen. Innerhalb von 5 Minuten im Pastorat kühlte es
deutlich ab.
So sehr, dass ich
mir überlegt habe ob mir kalt auf den Beinen ist.
Und dann ging es
los. Ein Wetterschauspiel.
Blitze, die man am
Himmel stehen sehen kann, und Donner,die so laut sind, dass sie mir im Ohr weh
tun.
Und Wind.
Herrlich.
Dann kam auch der
Regen, zuerst nicht all zu stark aber dann immer stärker und es waschelte für
40 Minuten.
Nachher schwamm alles.
Nachher schwamm alles.
Man sollte meinen, dass die Pflanzen das Wasser dringend nötig haben, aber bis das Wasser weg war, vergingen dann doch noch ein paar Stunden. Dafür lagen auch ein Haufen Blätter
auf der Straße.
Ob wir wohl jetzt
wirklich in der Regenzeit angekommen sind?
Und ob ich jedes Mal
wieder in Begeisterung verfallen werde, wenn es regnet, oder ob es mir dann
nach drei Monaten Regen wirklich reicht.... so viele Fragen und keine
Antworten.
Achja....
Weihnachtszeit. Lebkuchen im August im Geschäft, Weihnachtsbeleuchtung Ende
Oktober....
Hier bekommt man
fast gar nichts mit davon, dass Weihnachten ist.
Ein bescheidener
Adventkranz in der Kirche, wobei die Kerze äußerst unzeremionell angezündet
wurde, und sonst nirgends. Ich dachte schon, dass es das war, aber als ich
gestern mit Anna zum toko ging, war dort tatsächlich Weihnachtsdeko. Jede Säule
hatte eine Girlande und vor der Tür wurde einem schon ein happy new year
gewünscht.
Das größte
Weihnachtsgefühl kommt von uns.
Ich habe eine
englische Geschichte geschrieben, die von Anna inspiriert und tatkräftig
unterstützt wurde, und dann haben wir zusammen 19 kleine Briefe geschrieben.
Die Kinder fahren am
19.12. bereits zurück zu ihren Familien, daher endet der Kalender frühzeitig.
Der Kalender hat für Wirbel gesorgt. Zuerst hatte ich etwas Sorgen, dass es nicht gut ankommt.
Weil es Englisch ist und nur Geschichten und ich von einigen gehört habe, dass sie nicht allzu gerne lesen, aber dem war nicht so.
![]() |
| der Briefkalender |
Adventkalender gibt
es hier nicht. Und so haben ein paar Kinder einfach mal irgendetwas aufgemacht,
inzwischen haben wir das Prinzip erklärt. Die meisten waren ziemlich
begeistert, dass es jetzt da etwas gibt.
Und einige lesen es
auch schon fleißig alleine.
Die jüngeren kommen
dann zu uns und wir helfen dann beim Verstehen.
Und dann gibt es
natürlich noch meinen Rollenadventkalender, den Anna mir gebastelt hat. Jeden
Tag bekomm ich ein kleines Röllchen mit Sprüchen und heute war ein Sudoku
drinnen. Was sonst noch drinnen vorkommt kann ich euch leider noch nicht sagen.
Anna hats da nicht
so gut wie ich, die hat nämlich einen Rätsel Adventkalender bekommen.
Wir haben den Plan
gefasst, Kekse zu backen. Aber zuerst muss der Ofen in Betrieb gesetzt werden
und eine Arbeitsfläche gefunden werden. Vielleicht schaffen wir das bis zum
Ende der Woche.
Ich bin gespannt wie
die Weihnachtsmesse dann ist. All zu groß sind meine Hoffnungen aber nicht.
Weihnachten ist hier
eine ruhige Zeit, Advent wird nicht gefeiert.
Ich hoffe ihr seit
alle fleißig am Punsch trinken und friert euch eure Nasen ab!





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen