Freitag, 15. Juli 2016

Borobudur - lasset die Fotospiele beginnen






Da wir bereits einen der größten Hinduistischen Tempel besucht hatten, wollten wir uns natürlich auch den weltgrößten Buddhistischen Tempel nicht entgehen lassen und als uns Pater Roby, der Rektor vom Wisma eingeladen hat, waren wir natürlich voller Begeisterung dabei.

Zusammen mit zwei Fratres - die Anna liebevoll No1 und No2 rief - ging es los. Da wir alle vor Motivation so strotzten sangen wir die anderthalb Stunden Fahrt alle Lieder aus dem Gesangsbuch Madha Bakti, die wir auswendig konnten. Wenn Anna und ich mal nicht mehr den Text wussten, hatten wir ja zwei Priesteranwärter dabei, die sicher helfen konnten.

Das Borobudur deutlich größer ist, merkt man schon am Parkplatz, der vor lauter wandelnder Verkäufer zu einem kleinen Irrgarten wird.
Da ich gerade keinen Zugang zu meiner schreiberischen Ader entdecken kann, lasse ich jetzt einfach Bilder auf euch wirken. Kurze Anekdote: Der Tempel ist wie ein Mandala aufgebaut und ist in Wahrheit kein Tempel, sondern eher ein Monument, da man nie in das Bauwerk geht. Es gibt vier Ein bzw Ausgänge die hinauf auf die Spitze führen. Wir haben aber nicht den direkten Weg gewählt, sondern sind jeden Mandala Ring abgegangen. Das hatte etwas mediatives und vor allem wesentlich ruhigeres, da der Hauptteil der Besucher, direkt zum Haupt Plateau auf die Spitze stiefelt.

Für uns sehen die Ringe, die einzelnen Ebenen ziemlich ähnlich aus, aber in Wahrheit ist es ein riesiges Bilderbuch, dass vom Leben Buddhas erzählt. Das ganze Wunderwerk wurde ohne Zement gebaut, in dem man Stein auf Stein gelegt hat und diese angepasst hat.


Heute erstrahlt es leider nicht mehr im ganzen Glanz, da es im Krieg beschädigt wurde und einige Steine weg gebombt wurden. Anstelle davon wurden dann glatte Schwarzgraue Steine eingesetzt, die jedoch nicht das ursprüngliche Relief wieder geben. Auch die Reliefs wurden nicht alle getreu wieder aufgebaut, so kann es schon mal sein, dass ein Kopf auf einem anderen Kopf sitzt.



Das oberste Plateau hat dann Stupen, unter jeder dieser Stuppen sitzt ein Buddha. Bei vielen ist durch die Natur - Schwerkraft und Naturgewalten - der Kopf bereits abgebrochen. So auch bei der Hauptfigur, die daraufhin mit einer Stuppe besetzt wurde.






Im Anschluss unsere Reisegruppe; das ganze bei der Mittagshitze lässt einen natürlich immer den Schatten suchen.








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