Abgsehen davon, dass in weniger als zwei Wochen, die Abschlussprüfungen losgehen, hat mich mein Vater hier besucht.
Letzten Freitag landete eine Propellermaschine, der Airline Wings-Air, verfrüht in Waingapu. Wie auch sonst meistens, gingen meine Pläne nicht auf. Da ein Pater krank geworden war und ins Krankenhaus musste, war das einzige Auto im Einsatz, mit dem ich Martin (meinen Vater) abholen konnte.
So hatte dieser gleich mal einen typisch indonesischen Beginn.... es hieß etwas warten.
Irgendwie kam er dann mit jemanden ins Gespräch, der Anna und mich tatsächlich kannte und ihm prompt ein Foto von uns zeigte. Nach ungefähr zwanzig Minuten ging es dann Richtung Stadt und zurück nach Wara.
Man gewöhnt sich also wirklich schnell an manche Sachen.
Da es vorher so sumbanesisch losging, ging es nun europäisch weiter. Der Mittagsschlaf wurde gestrichen und stattdessen, die Gegend erkundet. Auf zum Meer, auch wenn es nicht zum Baden ist.
Im Umgang mit ihm fiel mir wieder auf, wie leicht ich es doch mit Anna habe. Die spricht nämlich alle meine Alltagssprachen, ob ich jetzt Indonesisch oder Deutsch verwende ist 'blunzn'.
Da mein Vater mit 193cm doch deutlich über den Durchschnittssumbanesen ragt (und auch den Überdurchschnitt), war unbemerktes vorankommen nahezu unmöglich. Hier kam es uns zu Gute, dass die meisten Anderen gerade schliefen.
In den letzten Tagen ist bereits so viel passiert, dass ich das gar nicht alles aufschreiben kann. Fakt ist, in dieser Zeit, war ich so entdeckerisch unterwegs wie selten. Vom Pasar zur evangelischen Kirche, vom Kreuz suchen zu Rundgängen, vom Eismann zur Essensmeile...
So auch heute wo wir einfach mal einen drei Stunden Ausflug zu Fuß gemacht haben - ein Alptraum für jeden Sumbanesen, aber der Aussichtsplatz war es wert. Und vielleicht.. hab ich ja noch ein bisschen Farbe bekommen.
| Liebe Grüße von Waingapu |
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