29.06.
Uff.. 6 Uhr morgens quäle ich mich aus dem Bett zur Morgenmesse.. Eigenlich ausgeschlafen im Vergleich zum Asrama-Tagesplan.. Dann schnell Frühstücken und erstmal noch ne Stunde ausruhen.
Heute ist der Plan, mit Freunden aus dem Asrama, die nach Jogja zum Studieren gezogen sind, zum Prambanan - eine großen Tempelanlage - zu fahren. Für Anja und mich die Gelegenheit, auch hier mal das Bussystem auszuprobieren. Wieder lässt es sich für ca. 30 ct unbegrenzt durch die ganze Stadt fahren - und das tun wir dann auch ca. 2 Stunden lang. Die letzten Stationen fahren wir gemeinsam mit den anderen, die den ganzen Morgen geduldig an ihrer Station auf uns gewartet haben..
Es wird schon langsam Mittag und da mit mir nicht zu Spaßen ist, wenn ich hungrig bin, gehen wir erstmal in einen Warung. Gestärkt mit Nasi goreng oder Mi soto stellen wir am Eingang des Prambanan geschockt fest, das der Ausländerpreis weitaus höher ist, als der für Einheimische.
Challange accepted.
Uns fehlt zwar die Kitas - ein Visum mit Arbeitserlaubnis - aber wir reden den Mann an der Kasse so platt, dass er uns ratlos zum Hauptbüro weiterleitet. Und dort wiederholen wir unsere Geschichte, dass wir ja sehrwohl den Indonesierpreis verdient haben, und tadaaa: wir werden für 30.000 Rp. statt 250.000 Rp. durch den Hintereingang reingeschleust!
So einfach ist das.. "Drinnen" bedeutet ja immer noch draußen unter freiem Himmel also machen wir nach der Aktion erstmal Rast im Schatten und lassen die Tempelanlage auf uns wirken. Und machen natürlich 2 Millionen Fotos.. So indonesisch sind Anya und ich schon geworden. Und in einer 6er Mädchengruppe wird der Fotowahn nochmal angeheizt, haha..
Errichtet wurde Prambanan um das Jahr 850, entweder unter Rakai Pikatan, einem König von
Mataram oder unter Balitung Maha Sambu während der Sanjaya-Dynastie. Schon bald nach seiner Fertigstellung wurde der Tempel verlassen und begann zu verfallen.
Die Anlage ist einer der größten hinduistischen Tempel in Südostasien. Sie wurde 1991 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Charakteristisch ist die hohe und spitze Bauform, die typisch für hinduistische Tempel ist, sowie die strenge Anordnung zahlreicher Einzeltempel um das 47 m hohe Hauptgebäude in der Mitte.
(Frei aus Wikipedia, https://de.m.wikipedia.org/wiki/Prambanan)
Die Tempel sind echt beeindruckend, vor allem, wenn man sich vorstellt, was das für eine Arbeit früher dargestellt haben muss. Zahlreiche kleine Einzeltempel streuen sich um den größten Haupttempel in der Mitte. Sie wirken fantastisch, detaillreich mit kleinen Statuen und Türmchen ragen sie spitz zulaufend in den blauen Himmel. Wir können hochsteigen und die Tempel betreten. Drinnen erwartet uns jeweils eine hinduistische Gottheit, die im Halbdunkeln nur von Fotoblitzen erhellt wird. Die ordentlich angeordnete Hauptplattform ist von saftig grünem Gras und vereinzelten Bäumen umgeben. Dazu ist alles umringt von ganz vielen Steinhaufen, Überbleibsel früherer Tempel, die nach Verfalls- und Erdbebenschäden noch nicht wieder aufgebaut wurden..
Nachdem wir genug hatten, fanden wir auf dem Rückweg zum Bus was ganz tolles: Einen riesigen Spielplatz :)) Müdigkeit? Was ist das? Anya und ich schaukeln bis zum Himmel - die anderen haben eher Angst als Spaß..
Lanjut schlagen wir uns an Verkaufsständen und Touristen vorbei hin zur Busstation. Dann geht es nach Hause.. So viel Sonne, Herumlaufen und neue Eindrücke - Schlafen, schlafen werde ich jetzt..
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