Indonesien.... Woran
denkt man als Erstes?
An die Sandstrände,
die man von Plakaten kennt. Hellen, feinen Sand mit azurblauem Wasser? Endlose
Weiten, keine Menschenseele, grüne Palmen im Hintergrund?
Da wir jeden Tag
beim Frühstück das Meer sehen können, war es irgendwann an der Zeit, dass wir
auch hingehen. Von der Terrasse sieht man zuerst viel Grün, zur Zeit eher grün
braun, und dann als schmalen Streifen die Küste. Herrlich!
Und da es laut
Beschreibung nur etwa 20 Minuten Fußmarsch sind, wollte ich seit dem ersten Tag
dorthin.
Zu Beginn waren wir
vormittags immer mit Schulbesuchen beschäftigt und in der Mittagshitze wurde
uns abgeraten zu gehen und so schob es sich immer weiter nach hinten. Dann, als
wir alle Schulen durch hatten, und am Vormittag schon einen Ausflug zum Bankomat
machen mussten, war es endlich so weit.
Der Tag, an dem wir
endlich ans Meer kommen.
Da wir im Vorhinein
oft gehört haben, dass es auf Sumba jetzt Krokodile gibt, erkundigte ich mich
noch vorher, ob der Strand sicher ist, und ob man dort auch schwimmen gehen
kann.
Es gibt Krokodile
und ja, man kann schwimmen, oder so. Zuversichtlich habe ich das auf die
Sprachbarriere geschoben und nur Anna davon in Kenntnis gesetzt.
Wir beschlossen den
Mittagsschlaf ausfallen zu lassen und zum Meer zu gehen. Badegewand angezogen
trafen wir uns beim Cafe - Badegewand heißt für Anna und mich Badehosen und
T-Shirt.
Da dort grade die
Tante von einem Internatskind war, verzögerte sich unsere Abreise.
Es
ist meist so, wenn Besuch im Asrama ist, dass wir die Hauptattraktion sind. Das
bedeutet Fotos, Fotos, Fotos und für Benedict, dass er sich anhören darf das er
sooo groß ist. Ab und zu bekommen wir dann noch eine interessante
Lebensgeschichte dazu oder dürfen indonesische Bäckereien kosten.
Als wir dann auch
dieses Kennen lernen beendet hatten, ging es endlich los. Im Laufschritt
Marsch.
In einer schönen
Zweierreihe ging es Richtung Meer, immer der Straße und auch der Nase nach. Auf
diesem Weg sind uns nur drei Schuhe begegnet, die die Leute beim Schweine
reiten verloren haben.
Am Anfang der Straße
sind links und rechts kleine Häuser, immer weiter hinunter auf der Straße
befinden sich dann fast nur noch Felder. Blau, braun und hin und wieder ein
paar Kleckse grün. Auf seine ganz eigene Art - wunderschön.
Mein neues Hobby ist
es, vor Benedict herzugehen um dann möglichst abrupt stehen zu bleiben. Mit
einer Kamera habe ich da natürlich auch das perfekte Alibi.
Immer weiter in der
Sonne geht es auf einmal nach rechts, aber nicht mehr näher zum Meer sondern
nur parallel dazu.
Schließlich
entscheiden wir, an dem Sonnenradhaus entlang zu gehen, da man da einen
vermeintlichen Weg erahnen kann. Und tatsächlich wir kommen wieder näher.
Langsam eröffnet sich vor uns der Ausblick auf das Meer.
Endlose Weiten...
und in der Ferne, tatsächlich ein bisschen Wasser.
Vor uns befand sich
eine etwas undefinierbares. Grober Sand in Brockenform und Wasserpfützen und
sehr sehr weit weg, ein schmaler blauer Streifen.
Über ein paar Felsen
sind wir dann hinunter und es war einfach nur lustig.
Schwimmen können
hier vielleicht Kaulquappen, aber wir sicher nicht. Mit ein paar Selfies und
halbwegs vernünftigen Fotos dokumentierten wir unsere erste Eroberung.
Dennoch beschlossen
wir eine Sandburg zu bauen und etwas Zeit im Schatten der grünen Palme zu
verbringen.
Wir kamen, sahen und
waren noch immer nicht im Meer.
Damit ihr euch das
ein bisschen besser vorstellen könnt auch noch ein Foto. Willkommen am
Sandstrand von Waingapu.


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