Montag, 21. September 2015

pergi ke pantai - erste Erfahrungen mit dem Strand in WGP




Indonesien.... Woran denkt man als Erstes?
An die Sandstrände, die man von Plakaten kennt. Hellen, feinen Sand mit azurblauem Wasser? Endlose Weiten, keine Menschenseele, grüne Palmen im Hintergrund?

Da wir jeden Tag beim Frühstück das Meer sehen können, war es irgendwann an der Zeit, dass wir auch hingehen. Von der Terrasse sieht man zuerst viel Grün, zur Zeit eher grün braun, und dann als schmalen Streifen die Küste. Herrlich!
Und da es laut Beschreibung nur etwa 20 Minuten Fußmarsch sind, wollte ich seit dem ersten Tag dorthin.
Zu Beginn waren wir vormittags immer mit Schulbesuchen beschäftigt und in der Mittagshitze wurde uns abgeraten zu gehen und so schob es sich immer weiter nach hinten. Dann, als wir alle Schulen durch hatten, und am Vormittag schon einen Ausflug zum Bankomat machen mussten, war es endlich so weit.
Der Tag, an dem wir endlich ans Meer kommen.

Da wir im Vorhinein oft gehört haben, dass es auf Sumba jetzt Krokodile gibt, erkundigte ich mich noch vorher, ob der Strand sicher ist, und ob man dort auch schwimmen gehen kann.
Es gibt Krokodile und ja, man kann schwimmen, oder so. Zuversichtlich habe ich das auf die Sprachbarriere geschoben und nur Anna davon in Kenntnis gesetzt.
Wir beschlossen den Mittagsschlaf ausfallen zu lassen und zum Meer zu gehen. Badegewand angezogen trafen wir uns beim Cafe - Badegewand heißt für Anna und mich Badehosen und T-Shirt.
Da dort grade die Tante von einem Internatskind war, verzögerte sich unsere Abreise.

Es ist meist so, wenn Besuch im Asrama ist, dass wir die Hauptattraktion sind. Das bedeutet Fotos, Fotos, Fotos und für Benedict, dass er sich anhören darf das er sooo groß ist. Ab und zu bekommen wir dann noch eine interessante Lebensgeschichte dazu oder dürfen indonesische Bäckereien kosten.

Als wir dann auch dieses Kennen lernen beendet hatten, ging es endlich los. Im Laufschritt Marsch.
In einer schönen Zweierreihe ging es Richtung Meer, immer der Straße und auch der Nase nach. Auf diesem Weg sind uns nur drei Schuhe begegnet, die die Leute beim Schweine reiten verloren haben.
Am Anfang der Straße sind links und rechts kleine Häuser, immer weiter hinunter auf der Straße befinden sich dann fast nur noch Felder. Blau, braun und hin und wieder ein paar Kleckse grün. Auf seine ganz eigene Art - wunderschön.


Mein neues Hobby ist es, vor Benedict herzugehen um dann möglichst abrupt stehen zu bleiben. Mit einer Kamera habe ich da natürlich auch das perfekte Alibi.
Immer weiter in der Sonne geht es auf einmal nach rechts, aber nicht mehr näher zum Meer sondern nur parallel dazu.
Schließlich entscheiden wir, an dem Sonnenradhaus entlang zu gehen, da man da einen vermeintlichen Weg erahnen kann. Und tatsächlich wir kommen wieder näher. Langsam eröffnet sich vor uns der Ausblick auf das Meer.

Endlose Weiten... und in der Ferne, tatsächlich ein bisschen Wasser.
Vor uns befand sich eine etwas undefinierbares. Grober Sand in Brockenform und Wasserpfützen und sehr sehr weit weg, ein schmaler blauer Streifen.
Über ein paar Felsen sind wir dann hinunter und es war einfach nur lustig.
Schwimmen können hier vielleicht Kaulquappen, aber wir sicher nicht. Mit ein paar Selfies und halbwegs vernünftigen Fotos dokumentierten wir unsere erste Eroberung.
Dennoch beschlossen wir eine Sandburg zu bauen und etwas Zeit im Schatten der grünen Palme zu verbringen.

Wir kamen, sahen und waren noch immer nicht im Meer.

Damit ihr euch das ein bisschen besser vorstellen könnt auch noch ein Foto. Willkommen am Sandstrand von Waingapu.

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