
Gestern waren wir
wirklich an einem dieser kitschigen Bilderbuchorte. Das Auto zwischen grünen
Palmen stehen lassen und dann den Strand hinunter zum Wasser laufen. Weißer
Sandstrand mit vielen Muscheln und wirklich wenig Müll. Vor allem für das, was
wir hier schon gesehen haben.
Und vor uns dann das
Meer.
Das Wasser fast
schon cyanfarben und dann etwas weiter draußen meerblau.
Im Rücken die
Palmen, mit ihren Köpfen im blauen Himmel und die Kombination von Meeres und
Palmenblätterrauschen. Willkommen im Paradies.
In das Paradies
kommt man über die geilsten Straßen. An alle Leute, die sich mal aufgeregt
haben, weil ein Teil einer Fahrbahn nicht befahrbar ist und deshalb alles
länger dauert.... kommt mal hierher. Ihr werdet euch freuen.
Teilweise gab es
nicht mal mehr eine Fahrbahn für eine Richtung sondern weniger, aber die
Indonesier fahren dann trotzdem in zwei Richtungen darauf. Oder als wir dann
von der 'Straße' abgefahren sind und über den aufgebrochenen Teil mussten, um
dann Richtung Meer zu kommen.
Wo wir dann gefahren
sind, kann man nur noch als Muggelpiste bezeichnen. Tempo gefühlt 15 km/h. Aber
man sieht endlose Weiten und ich konnte nicht anders als strahlen.
Ich bin hier an
einem Ort gelandet, den man mit Worten nicht beschreiben kann. Die Worte können
nicht ausdrücken, was in mir vorgeht, wenn ich hier die Landschaft sehe.
Aber zurück zum
Badeausflug.
So schnell
startbereit hat man Anna noch nicht gesehen. Und das Grinsen auf ihrem Gesicht,
als sie das T-shirt ausziehen konnte und dann 'nur' in Badeanzug und Badehosen
ins Wasser gelaufen ist, war unbezahlbar.
Da ich noch mit
Fotografieren beschäftigt war, bin ich verspätet gestartet und habe versucht
durch das nicht einmal kniehohe Wasser zu den anderen zu laufen. Was ein
ziemlich lustiges Unterfangen ist, weil dabei alles im Umkreis von weit nass
wird. Mehr lachend als stehend bin ich bei den anderen angekommen und sogar
Fred hatte ein Lachen im Gesicht.
Im
Vorhinein hat Pater Agus, der uns auch hierher gebracht hat, gemeint dass wir 'mandi di laut' - also im Meer baden/planschen
- können. Ich hab natürlich trotzdem an 'Schwimmen' gedacht. Als mir dann das
Wasser 300 m entfernt vom Strand noch immer nicht zum Knie ging war mir dann
klar, dass er wirklich mandi gemeint hat.
Pater Agus hat
unseren Planschereien auf Bildern festgehalten. So kann man nun wunderschön
sehen, wie wir der Reihe nach probieren einen Handstand zu stehen, wobei Fred
mit Abstand die beste Figur machte.
Es gibt dort feinen
weißen Strand, der sich überall in deinem Badezeug wieder findet, was nicht
zuletzt auch an der Sandschlacht liegen könnte , die wir dann angefangen haben.
So verbrachten wir
gestern endlich Zeit im Meer und ich bin mir dabei vorgekommen, wie ein
Kindergartenkind.
Frei
sein von allem und einfach nur Spaß haben.
Bei
diesem Prozedere ist mein Redemptoristenkreuz in das große weite Meer
verschwunden.
Als
Ausgleich hat Anna wunderschöne Muscheln gefunden.
Mit
Schrumpelfingern sind wir dann nach einer halben Ewigkeit aus dem Wasser raus.
Wo Benedict und Anna sofort das nächste Projekt starteten, Kokosnuss knacken,
und sich Fred wohl zum hundertsten Mal fragte, mit was für Verrückten er
eigentlich unterwegs ist.
Das war
wirklich sehr unterhaltsam, vor allem deshalb, weil die Kokosnuss hohl war und
die beiden dann versuchten, mit der Hohlen, eine andere von der Palme zu
schießen.
Natürlich
musste es hier auch noch zu einem peinlichen Moment kommen, sonst wäre es kein
vollwärtiger Ausflug.
Kurz
bevor wir abfahren wollten, kamen Einheimische an den Strand. Als wir dann
unsere Sachen ins Auto packen wollten, ging die Alarmanlage an und Pater Agus
war grade außerhalb der Höhrweite. Die Einheimischen aber nicht. Bin mir schon
wieder dezent unfähig vorgekommen, dass wir nicht mal eine Alarmanlage auf
Anhieb ausschalten können.
Immer
diese Weißen.
Es ging
dann über oben genannten Weg zurück, mit einem kleinen Umweg. Pünktlich zum
Sonnenuntergang fanden wir uns auf einem der schönsten Aussichtsorte wieder.
Ein Hügel in der Nähe vom Flughafen, wo man über die Felder und Palmen bei
Waingapu sehen kann.
Viel
perfekter konnte der Tag nicht sein.
Am Rand
eines Hügels sitzen und der Sonne zusehen, wie sie untergeht.
Was hat
es an sich, dass die meisten Dinge von weit weg immer noch etwas schöner sind?



Glückwunsch zu eurem gelungenem Blog. Ich freu mich immer wieder darauf Neues zu lesen und amüsiere mich köstlich dabei. Macht weiter so!!!! Viel Spaß und spannende Erlebnisse wünsche ich euch.
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