Viele Leute fragen mich: "Hey Benedict, sag mal, wie duscht du eigentlich auf Sumba? Ich habe gehört, dass es dort weder warmes, noch den ganzen Tag fließend Wasser gibt!" Auf diese Frage antworte ich dann meistens "Nun, tatsächlich hast du Recht. Heißes Wasser und ein ständig funktionierender Wasserhahn gehören hier nicht zum Alltag. Zum Duschen benutzen wir einen Kübel und ein Becken, welches vorab mit Wasser gefüllt wird."
Dies reicht allerdings meistens nicht aus, um den Leuten zu erklären, wie das Duschen denn nun funktioniert. Dies möchte ich also anhand meines professionellen Skizzen-Fotohybriden erklären:
Das sich duschende Individuum (hier mit schwarzer Tinte eingezeichnet, ab jetzt genannt Herbert) steht neben dem Becken und möchte seinen Körper mit Wasser übergießen, um danach ein sauberes Gefühl zu verspüren. Dazu nimmt es den grünen Kübel (hier eingezeichnet als "Eimer") und füllt diesen mit Wasser aus dem Becken (hier gekennzeichnet als "Becken"). Wenn der Kübel voll ist, bewegt er ihn über seinen Kopf und kippt ihn darüber aus. Schon ist Herbert nass und kann sich mit Shampoo und Duschgel frisch machen. Ist diese Handlung abgeschloßen, kann Herbert erneut den Kübel mit Wasser befüllen und die Seife von seinem Körper entfernen.
Das Becken wird alle paar Tage neu aufgefüllt. Wichtig ist hierbei, dass der Wasserhahn (hier gekennzeichnet als "Wasserhahn") nur etwa eine Stunde am Tag funktioniert. Es gibt also kein Wasser mehr, wenn - man vermutet es schon fast - das Wasser abgestellt ist.
Nachdem Herbert nun gründlich geduscht und sich abgetrocknet hat, kann er sich dem Wäsche waschen widmen. Doch wie dies funktioniert, erklären wir ein Andermal.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen