Donnerstag, 24. September 2015

pergi ke pantai 2 - Palmen im Wind



Gestern waren wir wirklich an einem dieser kitschigen Bilderbuchorte. Das Auto zwischen grünen Palmen stehen lassen und dann den Strand hinunter zum Wasser laufen. Weißer Sandstrand mit vielen Muscheln und wirklich wenig Müll. Vor allem für das, was wir hier schon gesehen haben.
Und vor uns dann das Meer.

Das Wasser fast schon cyanfarben und dann etwas weiter draußen meerblau.
Im Rücken die Palmen, mit ihren Köpfen im blauen Himmel und die Kombination von Meeres und Palmenblätterrauschen. Willkommen im Paradies.



In das Paradies kommt man über die geilsten Straßen. An alle Leute, die sich mal aufgeregt haben, weil ein Teil einer Fahrbahn nicht befahrbar ist und deshalb alles länger dauert.... kommt mal hierher. Ihr werdet euch freuen.
Teilweise gab es nicht mal mehr eine Fahrbahn für eine Richtung sondern weniger, aber die Indonesier fahren dann trotzdem in zwei Richtungen darauf. Oder als wir dann von der 'Straße' abgefahren sind und über den aufgebrochenen Teil mussten, um dann Richtung Meer zu kommen.
Wo wir dann gefahren sind, kann man nur noch als Muggelpiste bezeichnen. Tempo gefühlt 15 km/h. Aber man sieht endlose Weiten und ich konnte nicht anders als strahlen.
Ich bin hier an einem Ort gelandet, den man mit Worten nicht beschreiben kann. Die Worte können nicht ausdrücken, was in mir vorgeht, wenn ich hier die Landschaft sehe.
Aber zurück zum Badeausflug.

So schnell startbereit hat man Anna noch nicht gesehen. Und das Grinsen auf ihrem Gesicht, als sie das T-shirt ausziehen konnte und dann 'nur' in Badeanzug und Badehosen ins Wasser gelaufen ist, war unbezahlbar.

Da ich noch mit Fotografieren beschäftigt war, bin ich verspätet gestartet und habe versucht durch das nicht einmal kniehohe Wasser zu den anderen zu laufen. Was ein ziemlich lustiges Unterfangen ist, weil dabei alles im Umkreis von weit nass wird. Mehr lachend als stehend bin ich bei den anderen angekommen und sogar Fred hatte ein Lachen im Gesicht.
 
Im Vorhinein hat Pater Agus, der uns auch hierher gebracht hat, gemeint dass wir 'mandi di laut' - also im Meer baden/planschen - können. Ich hab natürlich trotzdem an 'Schwimmen' gedacht. Als mir dann das Wasser 300 m entfernt vom Strand noch immer nicht zum Knie ging war mir dann klar, dass er wirklich mandi  gemeint hat.


Zur Begrüßung, als ich bei den anderen angekommen war, wurde ich gleich mal umgeworfen. Im Endefekt landeten dann alle im Wasser. Die Temperatur lag bei ungefähr Badewannentemperatur, jedenfalls wärmer als die Luft. An manchen Stellen konnte man sich sogar treiben lassen im Wasser so tief war es, für schwimmen hat es aber dann doch nicht ausgereicht.
Pater Agus hat unseren Planschereien auf Bildern festgehalten. So kann man nun wunderschön sehen, wie wir der Reihe nach probieren einen Handstand zu stehen, wobei Fred mit Abstand die beste Figur machte.


Es gibt dort feinen weißen Strand, der sich überall in deinem Badezeug wieder findet, was nicht zuletzt auch an der Sandschlacht liegen könnte , die wir dann angefangen haben.
So verbrachten wir gestern endlich Zeit im Meer und ich bin mir dabei vorgekommen, wie ein Kindergartenkind.
Frei sein von allem und einfach nur Spaß haben.
Bei diesem Prozedere ist mein Redemptoristenkreuz in das große weite Meer verschwunden.
Als Ausgleich hat Anna wunderschöne Muscheln gefunden. 

Mit Schrumpelfingern sind wir dann nach einer halben Ewigkeit aus dem Wasser raus. Wo Benedict und Anna sofort das nächste Projekt starteten, Kokosnuss knacken, und sich Fred wohl zum hundertsten Mal fragte, mit was für Verrückten er eigentlich unterwegs ist.
Das war wirklich sehr unterhaltsam, vor allem deshalb, weil die Kokosnuss hohl war und die beiden dann versuchten, mit der Hohlen, eine andere von der Palme zu schießen.

Natürlich musste es hier auch noch zu einem peinlichen Moment kommen, sonst wäre es kein vollwärtiger Ausflug.
Kurz bevor wir abfahren wollten, kamen Einheimische an den Strand. Als wir dann unsere Sachen ins Auto packen wollten, ging die Alarmanlage an und Pater Agus war grade außerhalb der Höhrweite. Die Einheimischen aber nicht. Bin mir schon wieder dezent unfähig vorgekommen, dass wir nicht mal eine Alarmanlage auf Anhieb ausschalten können.
Immer diese Weißen.


Es ging dann über oben genannten Weg zurück, mit einem kleinen Umweg. Pünktlich zum Sonnenuntergang fanden wir uns auf einem der schönsten Aussichtsorte wieder. Ein Hügel in der Nähe vom Flughafen, wo man über die Felder und Palmen bei Waingapu sehen kann.
Viel perfekter konnte der Tag nicht sein.
Am Rand eines Hügels sitzen und der Sonne zusehen, wie sie untergeht.




Was hat es an sich, dass die meisten Dinge von weit weg immer noch etwas schöner sind?

1 Kommentar:

  1. Glückwunsch zu eurem gelungenem Blog. Ich freu mich immer wieder darauf Neues zu lesen und amüsiere mich köstlich dabei. Macht weiter so!!!! Viel Spaß und spannende Erlebnisse wünsche ich euch.

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