Dienstag, 22. März 2016

Die Reise beginnt - der erste Halt

Alles gepackt? Von den Kindern verabschiedet? Alle Briefe dabei? (Ich habe meine neue Berufung gefunden, ich werde Postbote. Die Kinder haben mir Gebete und Bitten an Mutter Maria mitgegeben) Ja... Na dann kanns ja los gehen. Für mich geht es heute nach Flores, einer Nachbarinsel von Sumba und die katholische Insel Indonesiens.
Geflogen wird mit Susi Air. Einer kleinen Propellermaschine, die 9 Passagiere befördern kann. Damit das höchstzulässige Gesamtgewicht nicht überschritten wird, wird nicht nur das Gepäck abgewogen sondern auch der Passagier.
Super toll für mich, wo ich gleich mal 20 kg mehr auf die Waage bringe, als die Frau vor mir. (Gut... sie geht mir gerade mal bis zur Brust, aber trotzdem kein schönes Gefühl.)
Und dann.. heißt es in die Maschine klettern, mit freier Sitzplatzwahl. Obwohl ich die letzte war, habe ich meiner Meinung nach den besten Sitzplatz bekommen. Direkt hinter dem Pilot. Das heißt ich könnte die ganze Zeit mit verfolgen, auf welcher Höhe wir uns befinden.
Maximale Flughöhe -11000m
Das ist ideal um die Landschaft zu sehen. Damit ich auf dem 70 minütigen Flug (der übrigens 30 Minuten früher los ging, weil alle  Passagiere schon anwesend waren) nicht verhungert, gibt es sogar einen kleinen Snack. Das ist größerer Luxus als bei WingsAir und AirAsia.
Den Flug habe ich damit verbracht die Aussicht zu genießen und an mein Brüderchen zu denken. Mein Highlight waren aber die zwei weißen (!!) Piloten, die selbst mit iPhone fotografiert haben und den Landeanflug mit der GoPro gefilmt. Wenn die mich auch wieder heimfliegen, werde ich mit denen mal ein paar Wörtchen reden.
Mein Highlight war aber eine Marienstatue, die mich an den Christus von Rio erinnert hat. Die Statue steht auf einem Hügel vor der Stadt und leuchtet einem weiß entgegen. Lasset die religiöse Reise beginnen.
Ja.... jetzt bin ich also in Maumere. Der Flughafen ist königlich - im Vergleich zu Waingapu und neu renoviert. Man merkt das Flores ein Touristenziel ist und das ist auch mein Eindruck, als ich durch die Straßen fahre.
Abgeholt wurde ich relativ überraschend von einer SCMM Ordensschwester. Jetzt warte ich hier im Susteran auf Pater Very, mit dem es dann morgen nach Larantukar geht.
Das Susteran ist wunderschön weiß und ungewohnt sauber, hier lässt es sich gut leben. Mal schauen was beim ersten Halt meiner Reise noch alles passiert.
Und eine Frage habe ich jetzt schon. Was ist wichtig beim Reisen. Von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit oder die Begegnungen die ich irgendwo im nirgendwo mache.

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