Schön langsam holt mich die Müdigkeit ein. Gestern war ein mega cooler Tag.Der beste bis her.
Dabei hat er gar nicht so toll angefangen.
Ich glaube im Flieger zurück werde ich mal eine Bilanz ziehen, wie viele Stunden ich in Flores denn im Gebet verbracht habe.
Frisch und munter, wer braucht schon Schlaf ging es um 5:45 los zur Ostermesse für den Klerus.
Das war natürlich eine super spannende Angelegenheit, mit 45 Priestern und dem Bischof. Und auch überhaupt nicht langwierig.
Naja egal... Mit solchen Momenten hatte ich schon gerechnet. Die Priester wiederholten quasi ihr Gelübde und dann waren wir unseres Weges.
In Larantuka ist zur Zeit mehr als die Hälfte aller Straßen gesperrt und so bräuchten wir für den Heimweg über eine halbe Stunde. Liegt aber auch daran, das Pater Veri gerne hochtourig fährt und man da im Zweiten nicht so weit kommt.
Zurück im Biara wurde erst mal geplaudert und ich bekam wieder Post. Diesmal sollte der Brief von hier nach Sumba. Ich glaube ich sollte mir mal anschauen, was man auf der Post so machen muss. Zu Mittag gibt es nämlich die Möglichkeit die Marienstatue Tuan Ma zu küssen. Mit einer Andacht.
Ich witterte sofort die Möglichkeit endlich den ersten Haufen Briefe zu stellen zu können (adressiert an Mutter Gottes, Heilige Maria....).
Zusammen mit uns.kam auch der Regen dort an. Bevor ich mich in die Schlange begeben habe, musste ich meine Tasche abgeben und so wartete ich nun mit einem Haufen Briefe in der Hand.
Das ganze ist besonders witzig, da man den Weg vom Eingang der Kapelle (Same place as last time) bis zur Statue auf den Knien zurück legt. Für alle die nicht in meinem unmittelbaren Umfeld sind - ich kniee so gut wie nie. Nach ein paar bezirzenden Worten Indonesis konnte ich die Briefe der heiligen Mutter Gottes darbringen und war ein klein bisschen stolz. Weil ich weiß, dass das den Kindern viel bedeutet.
Und dann hieß es schön in der Zweier Reihe knieen, bis man zur Statue kommt. Links im Raum saßen die Frauen mit den Kerzen, die einen melodiösen Singsang von sich gaben und das ganze ein bisschen festlicher machten. Erinnert entfernt an die Anbetung von Eowa in Avatar.
Frisch geküsst wollte ich zurück, der Pater brachte jedoch gerade zwei Suster nachhause und die anderen zwei wollten noch beten.
Vom Tag zuvor habe ich gelernt, dass es für einen Fußmarsch etwas zu weit ist, aber ich ging trotzdem los. Durch diesen Nieselregen, war es unerträglich warm geworden, die Stadt dämpfte. Und ich rutschte aus, woraufhin mein Flipflop kaputt ging. Mit einem Flipflop heim zu gehen ist nun wirklich kein Spaß und ein junges Pärchen, welches zur Arbeit hier war, nahm mich in ihrem Auto mit. Heute wusste ich ja wenigstens wohin.
Nur dass die zwei den Ort nicht kannten.
Ich meinte, ich würde es schon erkennen und so fuhren wir dahin. Nach einiger Zeit, kamen wir an einer Kirche vorbei und ich meinte, hier richtig zu sein. Ich verabschiedete mich und bedankte mich nochmals ganz herzlich und ging den Hügel hinauf.
Natürlich war es die falsche Kirche. So was wäre mir auf Sumba nicht passiert, da gibt es nämlich zur Zeit nur eine große in Waingapu.
Ja schön blöd... irren ist menschlich. Beim nächsten Haus blieb ich stehen und fragte wir viel Kilometer es denn noch sein.
3... Das geht ja. Aber auch hier war wieder jemand so nett mich mitzunehmen.
Langsam wird das zu meinem Hobby. Man lernt so viele Leute kennen auf diese Art.
Doch etwas erschöpft gab s mal Mittagessen und eine Ruhepause. Um dann zum Highlight zu kommen.
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