Montag, 14. März 2016

ein Tagesausflug in den Osten

Montag ging es hinaus aus der Stadt zu unentdeckten Orten von Sumba. Vor einigen Wochen oder Monaten hat mich Pater Leo nach Ngallu eingeladen und heute könnten Anna und ich bei Pater Tony mit nach Ngallu fahren.
Besagter Ort ist 105km von Waingapu entfernt und in etwas mehr als zwei Stunden zu erreichen.
Die Straße ist ein Traum, ein Highway wie er selten auf Sumba vorzufinden ist.
Vorort war dann eine Besprechung von den Priestern des Bezirks und Anna und ich.... sind mal eben mit Om Franz auf einen kleinen Ausflug gefahren. Watu Puruna.
Der Platz kommt auf meine Top 5 Liste von Sumba. Watu parunu.
Einfach weil man auf den Hügel hinauf klettern und den ganzen Strand von oben bewundern konnte. Passend ausgerüstet wie immer - in Flipflops.
In Wahrheit ist dieser Strand die Verlängerung von dem Strand von pergi ke pantai. Er zieht sich einfach die ganze Küste entlang, aber der Hügel, der hier ist, macht das ganze einfach besonders.
Da wir keine Wechselsachen mithatten blieb das Schwimmen nach dem schweißtreibenden Aufstieg leider aus. Aber das Gefühl da oben zu sein.... Viel zu fein. Kleine Augenblicke in denen man einfach nur Glück (und Schweiß) fühlt. Dinge, die unser Leben lebenswert machen.
Den Rückweg über, waren wir bei Pater Agus im Auto und konnten diversen Gesprächen lauschen.
Wir haben nämlich eine Dame aus Deutschland von Kindermissionswerk abgeholt. Die betreut einige Projekte in Indonesien und sieht zurzeit nach dem Rechten. Übrigens hat sie uns auch informiert das die Aula von der SMA und SMP den Zuschuss für die Renovierung bekommen hat. Außerdem aben wir, uns am Rückweg noch ein Königs Dorf angeschaut. Da gab es beeindruckende Grabsteine. Trotzdem würde ich keinen von diesen Fingern vor meinem Haus stehen haben wollen. Ein kleines Highlight, es gab ein Haus, das zwei Stockwerke hatte. Kleiner Nachteil, es sag aus wie ein verlassener Saloon aus einem Western. Außerdem haben wir bei dem Ausflug wieder einmal von den Traditionen Sumbas gehört, wie schon am Zwischenseminar.
Wenn ein König verstirbt müssen alle Leute der Familie Zeit haben zu kommen. Wenn in dem einen Jahr also Nichten und Neffen nicht können und im nächsten der Bruder... vergeht schon mal ein Zeitl. Damit der Körper nicht anfängt zu stinken, wird er immer weiter in Stoffe eingewickelt, an die 50 Stoffe zum Beispiel. Weiters gibt es einen Hüter für den Verstorbenen. Dieser darf in der Zeit des Hütens nicht von dessen Seite weichen, außer um aufs WC zu gehen und sich umzuziehen. Duschen hingegen ist untersagt. Daher kommen etwaige Gerüche eher von Hüter als vom Verstorbenen. Traumjob - wer will?
Zusammen mit der Dame waren wir noch am Wasserwerk.
Der Fluss ein kleines Schlammwunder war super stark und super laut. Das beste ist, dass das keine 15 Minuten von uns weg ist und wir gerade erst zum ersten Mal dort waren.
Ein Ausflug, der sich mehr als ausgezahlt hat.

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